MyMz
Anzeige

Soziales

Befristete Lösung für Regensburger Tafel

Der Erbpachtgeber verlängert den Vertrag um ein Jahr. Vom Tisch ist das Problem für die Tafel-Verantwortlichen jedoch nicht.

Bis 2021 kann die Regensburger Tafel in der Liebigstraße bleiben. Symbolfoto: Stefan Schaubitzer/dpa
Bis 2021 kann die Regensburger Tafel in der Liebigstraße bleiben. Symbolfoto: Stefan Schaubitzer/dpa

Regensburg.Die Regensburger Tafel muss nun doch nicht zum 31. August ihre Räumlichkeiten in der Liebigstraße verlasssen. Wie die Regensburger CSU-Bundestagsabgeordnete und OB-Kandidatin Astrid Freudenstein in einer Pressemitteilung bekanntgab, sei gemeinsam mit Stadträtin Bernadette Dechant (CSU) eine Lösung gefunden worden.

Demnach verlängert der Erbpachtgeber den Mietvertrag bis Ende 2021. Der Tafel bliebe damit genug Zeit, um in Ruhe eine neue Unterkunft zu finden, so die Pressemitteilung. „Ich habe großen Respekt vor diesem verantwortungsvollen Schritt des Erbpachtgebers - da zeigt sich Herz und Verstand“, sagte Freudenstein.

Tafel: Problem wird vertagt

Für die Regensburger Tafel ist die Verlängerung des Mietvertrages nur eine Aufschiebung des eigentlichen Problems. „Im günstigsten Fall ergibt sich hierdurch für uns eine Gnadenfrist von weiteren 365 Tagen“, schreiben die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. Damit die Tafel dauerhaft fortbestehen könnte, sei der Verein auf eine langfristige Lösung angewiesen. Ein von Bundestagsabgeordnetem Peter Aumer initiierter Runden Tisch mit Vertretern von Stadt, Landkreis und Kirchen hätte zwei Angebote für eine langfristige Lösung hervorgebracht. Dies sei auch im Hinblick auf die anderen sozialen Initiativen in der Region Regensburg, die vor ähnlichen Problemen stehen, sehr wichtig.

Die kurzfristige Verlängerung des Mietvertrags bezeichnet die Tafel als „kurze Verschnaufpause“. Die Situation sei jedoch zu ernst, um sich zurückzulehnen. Die Suche nach geeigneten Räumen müsse auch Hochdruck weitergehen.

2500 Menschen profitieren von Tafel

Die Tafel ist eine gemeinnützige Einrichtung, die überschüssige Lebensmittel aus dem Handel sammelt und an bedürftige Menschen abgibt. Derzeit profitieren nach Angaben des Vereins rund 2500 Menschen aus Regensburg und Umgebung von der Sozialeinrichtung. In Regensburg gibt es die Tafel seit 22 Jahren, die Zahl der Bedürftigen steigt. 130 Ehrenamtliche sind bei der Tafel engagiert. Der Verein finanziert sich allein aus Spenden.

Mehr aus Regensburg

Mehr aus dem Landkreis Regensburg

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht