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Auszeichnung

Regensburger Tinnitus-Projekt gewürdigt

Tinnitus-Experten der medbo sind federführend an zwei Tinnitus-Projekten beteiligt. Jetzt hat die EU „ESIT“ ausgezeichnet.

„ESIT“ wurde von der EU als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. Foto: Mario Schmitt/medbo
„ESIT“ wurde von der EU als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. Foto: Mario Schmitt/medbo

Regensburg.Die Europäische Union zeichnet das Projekt „ESIT“ als Erfolgsgeschichte aus, berichtet die medbo. Neben „UNITI“ ist „ESIT“ ein weiteres erfolgreiches, durch die EU gefördertes Projekt. Die Tinnitus-Experten der medbo sind federführend an beiden Projekten beteiligt. Grundlage ist eine europaweite, interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Erforschung neuer und individualisierter Behandlungsmethoden für Tinnitus. „ESIT“ fördert das wissenschaftliche und medizinische Verständnis von Tinnitus und seinen unterschiedlichen Ursachen und Erscheinungsbildern.

„Momentan haben wir wirklich einen guten Lauf“, sagt PD Dr. Winfried Schlee, Psychologe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum, schmunzelnd. Die EU förderte erst kürzlich „UNIT“, das wiederum auf den Erkenntnissen von „ESIT“ aufbaut. Nun wurde „ESIT“ als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. Das zeigt, dass die Forschungsgelder bei den Tinnitus-Experten der medbo gut angelegt sind. Die Auszeichnung zusammen mit den Erfolgen anderer Projekte bietet einen guten Nährboden für die künftige Forschung und Kooperationen mit der EU.

Interdisziplinäre Forschung

Die größte Herausforderung bei Tinnitus neben der oft unbekannten Ursache und dem chronischen Verlauf ist die Unterschiedlichkeit des Krankheitsbildes. Genau dieser individuelle Krankheitsverlauf ist der Mittelpunkt des Projekts. Das Ziel von „ESIT“ ist die Erforschung innovativer und personalisierter Lösungen für Tinnitus. „Eine auf Patienten speziell zugeschnittene Therapie treibt das Forschungsgebiet enorm voran“, sagt Schlee. Therapieerfolge lassen sich mit medizinischen, psychologischen und physiotherapeutischen Maßnahmen erzielen. Weiter spielt die Datentechnik eine wichtige Rolle bei dem Aufbau der größten europaweiten Tinnitus-Datenbank. „Diese neuen Methoden der Datensammlung und -analyse haben einen großen Einfluss auf die Tinnitusforschung“, erklärt Schlee.

Forschung

EU fördert Regensburger Tinnitus-Projekt

Mit sechs Millionen Euro fördert die Europäische Union neue Entwicklungs- und Behandlungsmethoden in der Tinnitus-Forschung.

Tinnitus betrifft mehr als 40 Millionen Menschen in Europa. Viele davon können von dem etwa 3,8 Millionen Euro teuren Projekt profitieren, das eine neue Generation an Spezialisten in den neuen Forschungsmethoden ausbildet. In diesem Fall 15 Doktoranden aus verschiedenen fachlichen Bereichen aus der ganzen Welt. Hier liegt der Unterschied zu „UNITI“, dessen Hauptschwerpunkte die Forschung und Innovation waren. „ESIT“ ebnet den Weg für künftige Studien und Experten. Das führt zu neuen Therapien.

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