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Trickbetrüger

Regensburgerin dreist abgezockt

Eine Betrügerin gab sich am Telefon als Ehefrau des verstorbenen Sohnes aus. Das 86-jährige Opfer übergab viel Bargeld.

Die Frau am Telefon überredete eine 86-Jährige dazu, ihr Bargeld anzuvertrauen. Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa
Die Frau am Telefon überredete eine 86-Jährige dazu, ihr Bargeld anzuvertrauen. Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Regensburg.Wieder ist eine Seniorin Opfer eines perfiden Betruges geworden. Am Freitagmittag, 2. August, wurde eine 86-jährige Rentnerin von einer Frau angerufen, die vorgab die Ehefrau des verstorbenen Sohn zu sein. Aufgrund eines Autounfalls benötige diese nun schnellstmöglich Geld. Schließlich überredete die Betrügerin die Regensburgerin einem vermeintlichen Mitarbeiter einer Versicherung Bargeld zu übergeben. Durch diese geschickte Manipulation erbeuteten die Täter einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

Die Polizei wird nicht müde vor den Betrügern zu warnen und empfiehlt:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

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