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Tradition

Regensburgs Herz schlägt für die Dult

Mit den ersten Festtagen ist man auf dem Dultplatz rundum zufrieden. Für den Rest haben die Brauereien eine gute Nachricht.
Von Wolfgang Ziegler

Die Regensburger haben ihre Herbstdult ins Herz geschlossen. Die Resonanz ist bislang hervorragend. Foto: klein
Die Regensburger haben ihre Herbstdult ins Herz geschlossen. Die Resonanz ist bislang hervorragend. Foto: klein

Regensburg.So brillant das Auftaktfeuerwerk am vergangenen Freitag war, so brillant war auch der Start für die Herbstdult 2019. Bei Schaustellern, Fieranten, Festwirten, Brauereien und der Stadt als Veranstalter herrschte gestern bei der Halbzeit-Pressekonferenz regelrechte Begeisterung angesichts der ersten sechs Dulttage. Dies umso mehr, als die Voraussetzungen nicht die allerbesten waren. Wie Dr. Patrick Veit, der Leiter des Amts für Öffentliche Ordnung und Straßenverkehr, sagte, habe die Herbstdult heuer außergewöhnlich früh begonnen, lägen die zwei Festwochen komplett in den Sommerferien, befänden sich viele Menschen aus Stadt und Land noch im Urlaub, hätten die Studenten zudem Semesterferien. „Trotzdem hat die Dult einen guten Verlauf genommen“, sagte er.

Besonders positiv erwähnte er die Start-Aktion am Freitagnachmittag, bei der die Fahrgeschäfte für nur einen Euro benutzt werden konnten, und auch Festwirte sowie Standlbetreiber Rabatte anboten. Viele Familien mit Kindern hätten diese Angebote genutzt – „ein schöner Einstieg in die Dultwochen“. Insgesamt sei man sehr zufrieden, wenngleich es durchaus noch „Luft nach oben“ gebe.

Viele Aktionen, tolle Künstler

Rundum glücklich waren auch die Vertreter der Brauereien, Martin Sperger von Kneitinger und Thomas Neiswirth von Bischofshof. Obwohl kein klassisches Bierwetter herrsche und es eher ein Sommer- als ein Herbstvolksfest sei, habe die Dult einen „sensationellen Start“ hingelegt und das Bier sei in Strömen geflossen. Aber: „Es ist noch was da!“, so Neiswirth mit einem Augenzwinkern.

Für die restlichen Dulttage ist noch genügend Bier vorrätig. Foto: Lex
Für die restlichen Dulttage ist noch genügend Bier vorrätig. Foto: Lex

Zusammen mit seinen Bier-Partnern war auch Mitko Avramov vom Hahn-Zelt „sehr glücklich“. Er freue sich auf die restlichen Dulttage, für die er ein tolles Programm versprach. Für den Samstag kündigte er eine große Benefiz-Aktion zugunsten des Herzenswunsch-Krankenwagens der Malteser von 8.30 bis 17 Uhr an, für den Sonntag ab 18 Uhr einen Abend mit Couplets und Wirtshausgesang mit Jürgen Kirner und seinen Gästen aus den Brettl-Spitzen des Bayerischen Fernsehens und für den Dienstag ab 18 Uhr erstmals Auftritte von Newcomer-Bands, für die das Hahn-Zelt seine Bühne öffnet.

Aus den Zelt-Programmen

  • Hahn-Zelt:

    Donnerstag, 5. September, ab 18.30 Uhr: Erwin und die Heckflossen; Freitag, 6. September, ab 18 Uhr: Charly-M-Band; immer sonntags von 12 bis 18 Uhr: Hahns Familien-Sonntag.

  • Glöckl-Zelt:

    Montag, 2. September: Bayerischer Abend und Huttag mit Verlosung und Freibieraktion (Infos: www.gloeckl.net). Donnerstag, 5. September: Mädelsabend mit Aktionspreisen.

Eitel Sonnenschein auch bei Festwirt Alfred Glöckl: Nach einem ordentlichen Start sei sein Zelt ab Freitag hervorragend gebucht, wie er sagte. Auch bei ihm reiht sich Highlight an Highlight. Am Samstag findet – parallel zur Charity-Aktion für die Malteser – bei ihm eine Spenden-Aktion für die Fürstliche Notstandsküche statt, die heuer ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Dazu kommen sowohl Fürstin Gloria von Thurn und Taxis als auch Schauspieler Heino Ferch („Der Untergang“), ein persönlicher Freund von Alfred Glöckl. Ein Schmankerl für Bierzelt-Freunde gibt es am Sonntag: Dann steht nachmittags die Bundesmusikkapelle Mariatal aus Kramsach in Südtirol mit 60 Musikanten auf der Bühne.

Der Vorsitzende der Schausteller und Marktkaufleute, Walter Metzger, und die Vertreter der Dult-Werbegemeinschaft unterstrichen die Qualität der Dult. „Da können viele andere Städte nicht mithalten“, so Metzger.

Polizei hat alles im Griff

Etwas Wasser in den Wein, respektive das Bier goss allein Erster Polizeihauptkommissar Rainer Horn, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Regensburg-Nord am Protzenweiher. Bislang registrierten die Beamten 25 Straftaten, darunter elf Körperverletzungen, die nach seinen Worten allesamt im Zusammenhang mit Alkohol standen. Bei der Herbstdult 2018 bearbeitete die Polizei insgesamt 48 Fälle. Kleiner Trost dabei: Die einzelnen Delikte der ersten Dult-Halbzeit waren nicht gravierend und sie ereigneten sich überwiegend auch nicht auf dem Dultplatz, sondern zu 90 Prozent zwischen 23 und 24 Uhr im Ausgangsbereich zur Innenstadt. In dieser Stunde stoßen an diesem Nadelöhr zu viele Angetrunkene auf dem Heimweg zusammen, so Horn.

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