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Regensburgs Miniköche feiern ohne Feier

Seit einem Jahrzehnt gibt es in Regensburg das Projekt der Miniköche. Eine Feier gibt es nicht – wegen Corona.
Von Angelika Lukesch

Auf diesem Archivfoto von 2018 lernen die Miniköche in der Küche des Gänsbauers.  Foto: Angelika Lukesch
Auf diesem Archivfoto von 2018 lernen die Miniköche in der Küche des Gänsbauers. Foto: Angelika Lukesch Foto: Angelika Lukesch

Regensburg.Die Coronakrise hat vieles verändert und verändert weiterhin unser Leben. Auch erfolgreiche Projekte wie das der Miniköche Regensburg leiden darunter. Teamleiterin Ursula Prasch, die zusammen mit ihren Kolleginnen Gaby Ederer und Maria Ritter das Miniköche-Projekt Regensburg betreut, sagt: „Durch die Corona-Pandemie setzen wir jetzt erstmal ein Jahr aus.“ Wie eine weitere Gestaltung möglich sein werde, könne man noch nicht sagen. Es sei deshalb schade, dass man den bereits angemeldeten Kindern keine bessere Nachricht geben könne.

Corona macht Feier unmöglich

Auch der zehnte Geburtstag der Regensburger Miniköche kann nicht so gefeiert werden, wie ursprünglich geplant. „Die Feier fällt ins Wasser, oder besser in die Corona“, sagt Prasch bedauernd. Vor zehn Jahren wurde das Miniköche-Projekt Regensburg von Steffi Fleiner, Romy Avila und Peter Greiner aus der Taufe gehoben. Sie alle hatten Kinder in dem entsprechenden Alter und gründeten die Miniköche-Gruppe in Regensburg.

Die Mädchen und Buben wurden im Laufe der Jahre von ihnen mit viel Engagement und Herzblut durch die zweijährige freiwillige Ausbildung begleitet. 2018 übernahmen Ursula Prasch, Gaby Ederer und Maria Ritter das Projekt, für das sich auch Landrätin Tanja Schweiger sehr eingesetzt hatte.

Das Projekt

  • Teilnehmer:

    Derzeit gibt es 50 Miniköche-Gruppen mit insgesamt 865 Miniköchen.

  • Abschluss:

    Die Ausbildung der Miniköche dauert zwei Jahre und ist für Kinder zwischen 10 und 11 Jahre. Am Ende wird eine IHK-Prüfung abgelegt. Dafür gibt es eine Urkunde, die später Vorteile bieten kann.

Die letzte Gruppe, die ausgebildet wurde, konnte durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie die praktische Kochprüfung nicht vor den Augen eines Gremiums ablegen. Ursula Prasch erzählt begeistert: „Dafür haben sie uns, den Teamleitern, wunderbare Fotos von ihren Kocharbeiten aus dem Home Office geschickt. Manche auch als PowerPoint und einige sogar mit Video, die vereinzelt auch noch musikalisch umrahmt wurden. Diese Kocharbeiten zeigen, welche großartige Arbeit unsere Gastronomen erfüllt haben.“

Aktion

Miniköche im ältesten Wirtshaus der Welt

Die jungen Teilnehmer aus Regensburg sammelten im ersten Projektjahr viele Erfahrungen. Nun waren sie zu Besuch in Eilsbrunn.

Vom Profi lernen

In der zweijährigen Ausbildung besuchten die Miniköche Regensburger Stadt- und Land-Gastronomen, um dort vom Profi das Kochen zu erlernen. Projektpartner waren unter anderem Toni Sperger vom Spitalgarten, Florian Mascarello vom Dechbettener Hof, Sternekoch Anton Schmaus, Muk Röhrl vom Gasthaus Röhrl in Eilsbrunn und Toni vom VyVu Vietnam Asia Cuisine. Ganz neu war das Küchenteam von Funkes Alter Hofmark dabei.

„Ein wunderschöner Abschluss des letzten Jahres war das Barbecue in Winzer, in der Gärtnerei Graf, für das der Koch aus dem Roten Hahn alle nötigen Utensilien bereitstellte“, erzählt Prasch. Auch die Küchenchefs der Unimensa, der Mensa der OTH und von der Kantine des Mercedesstern-Centers gaben ihr Wissen an die Miniköche weiter. Die Regensburger Miniköche waren auch beim Dehoga Branchentag in Berlin dabei und kochten mit Sterne-Koch Alexander Herrmann im Audimax.

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