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Leidenschaft

Regensburgs Straßenbahner starten durch

Die Interessengemeinschaft Historische Straßenbahn besprach neue Pläne. Unsicherheit besteht momentan wegen der Stellplätze.
von Hannah Mages

Frank Steinwede, Stadtrat Dr. Thomas Burger, Christian Ferstl, Rainer-Maria Kaetsch, Harry Gläser, Vorsitzender Jan Mascheck, Klaus Themel, Günther Schieferl und Thomas Friedrich (von links) haben die Mitgliederwerbung für die IG Historische Straßenbahn im Visier. Foto: Mages
Frank Steinwede, Stadtrat Dr. Thomas Burger, Christian Ferstl, Rainer-Maria Kaetsch, Harry Gläser, Vorsitzender Jan Mascheck, Klaus Themel, Günther Schieferl und Thomas Friedrich (von links) haben die Mitgliederwerbung für die IG Historische Straßenbahn im Visier. Foto: Mages

Regensburg. Wie auch im letzten Jahr traf sich der Verein der Historischen Straßenbahn am Montagabend zu seiner Jahresversammlung im Kneitinger am Arnulfsplatz. Dieses Jahr musste allerdings etwas improvisiert werden, denn das Schaffnerstüberl, in dem man sich passenderweise trifft, ist derzeit wegen eines Wasserschadens gesperrt. Also zog man ins Braustüberl um und spannte dort eine Tischdecke an die Wand – als Projektionsfläche für den mitgebrachten Beamer.

Jan Mascheck, der Vorsitzende des Vereins, freute sich über die Teilnahme von Harry Gläser und Günther Schieferl, die nicht nur Gründungsmitglieder der Interessensgemeinschaft (IG) sind, sondern selbst auch als Straßenbahnfahrer in Regensburg tätig waren. Gemeinsam blickte man auf die Vereinstätigkeiten zurück, mit durchaus positiver Bilanz: der Verein freut sich über die Summe von 4181 Euro, die bisher mit dem Verkauf von 281 Straßenbahn-Kalendern 2018 erzielt werden konnte. Und auch neue Mitglieder konnten geworben werden. „Wir haben im letzten Jahr drei neue Mitglieder gewonnen, so dass wir jetzt insgesamt 23 Mitglieder zählen. Das ist für einen kleinen Verein wie den unseren doch ganz in Ordnung“, berichtete Rainer-Maria Kaetsch, der zweite Vorsitzende der IG.

Social Media Kampagne

Für 2019 stehe weiterhin die Werbung neuer Vereinsmitglieder auf der Agenda. Und dafür hat man sich etwas Besonders überlegt: Mit einer Werbekampagne auf Facebook soll der Verein mehr ins Bewusstsein der Regensburger gelangen. „Unsere Social Media-Aktion soll im April starten. Wir hoffen, so pro Monat zwei bis drei neue Interessenten zu finden“, so Kaetsch zu den Plänen.

Die IG Strassenbahn

  • Ziel:

    Die Interessensgemeinschaft Historische Straßenbahn Regensburg wurde gegründet, um den letzten Regensburger Straßenbahnzug zu erhalten. Die IG setzt sich außerdem für die Inbetriebnahme einer Straßenbahn in Regensburg ein, die im Juni 2018 vom Stadtrat beschlossen wurde.

  • Jubiläum:

    2019 feiert der Verein sein fünfjähriges Jubiläum. Derzeit ist man mit der Stadt auf der Suche nach Vereinsräumlichkeiten.

Das langfristige Ziel wollen sie dennoch nicht aus den Augen verlieren: „Die Straßenbahn soll auch in Regensburg wieder fahren, so wie in Berlin oder Lissabon. Es wäre sinnvoll, dafür auch die historischen Wägen einzusetzen, die als Museumsstücke nur Geld kosten. Wenn sie aber wieder benutzt werden, dann kann mit ihnen stattdessen etwas verdient werden!“ Um auch weiterhin neue Spenden zu gewinnen, wird man auch heuer beim Bürgerfest wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein.

Ein Kran fürs Bürgerfest

Neben dem Beiwagen der Historischen Straßenbahn, der bereits 2017 ein beliebter Treffpunkt war, wird es noch ein weiteres Highlight geben: Die Firma Schmidbauer wird auf eigene Kosten einen Kran mit Eventkorb stellen, der die Besucher 70 Meter hoch in die Lüfte heben wird. „Das wird eine riesige Gaudi! Der Eventkorb hat einen Glasboden, durch den man von oben auf das Bürgerfest sehen kann. Das wird ein Highlight der Superlative“, freute sich Jan Mascheck. Vor dem Bürgerfest können sich die Vereinsmitglieder aber bereits auf den jährlichen Ausflug im Mai freuen, der die IG in diesem Jahr nach Würzburg führen wird. „In Würzburg werden wir ganz exklusiv am Bahnhof von einem Schwesterfahrzeug der Regensburger Straßenbahn abgeholt. So können wir das Regensburger Straßenbahngefühl erleben – nur in einer anderen Stadt“, erklärte Mascheck die Idee.

Neben all den positiven Nachrichten gab es allerdings auch eine alarmierende Entwicklung zu besprechen, denn die beiden historischen Straßenbahnwägen, die aufwendig restauriert wurden, benötigen bald eine neue Unterbringung. Frank Steinwede vom Stadtwerk Regensburg erklärte die Situation: „Derzeit sind die Wägen in einer Halle in der Dieselstraße untergebracht, für die der Mietvertrag allerdings im April ausläuft. Wir benötigen dringend eine neue Unterbringungsmöglichkeit, damit die Fahrzeuge vor der Witterung geschützt bleiben!“ Man freue sich daher über Vorschläge und Ideen, wo die beiden Wagen untergebracht werden könnten.

Einen Tag nach der Versammlung hieß es dann aus Vereinskreisen. Man habe erfahren, dass der Mietvertrag nun doch neu verhandelt werde.

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