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Protest

Regensburgs Taxifahrer streiken

Sie wehren sich gegen Pläne aus dem Bundesverkehrsministerium, Fahrdiensten wie Uber den Zugang zum Markt zu erleichtern.
Magdalena Hechtel

Zwischen neun und zehn Uhr will die Taxizentrale keine Taxis vermitteln. Foto: Franziska Kraufmann/dpa
Zwischen neun und zehn Uhr will die Taxizentrale keine Taxis vermitteln. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Regensburg.Die Taxizentrale Regensburg beteiligt sich an diesem Mittwoch, 10. April, an einem bundesweiten Streik der Taxifahrer. Am Vormittag zwischen neun und zehn Uhr will die Taxizentrale keine Taxis vermitteln. Davon ausgenommen sind Krankentransporte sowie nicht verschiebbare Fahrten für Senioren. An zentralen Orten, wie etwa dem Hauptbahnhof, stehen aber trotz des Streiks Taxis für Reisende bereit.

Taxifahrer wehren sich gegen Uber

Hintergrund für die Proteste sind Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Der Minister will Anbietern wie Uber oder Lyft einen besseren Zugang zum Fahrdienstmarkt verschaffen. Dagegen wehren sich die Taxifahrer. „Wir möchten sichere und gute Arbeitsbedingungen bieten“, sagt Karlheinz Schneider, stellvertretender Vorsitzender von Taxi-Regensburg. „Das geht mit den Dumpinglöhnen, die Uber seinen Fahrern zahlt, nicht.“

Doch Schneider sorgt sich auch um die Fahrgäste. Es sei nicht klar, ob für sie in Uber-Fahrzeugen ausreichend Versicherungsschutz bestehe. Außerdem könnten Uber-Fahrgäste nicht sichergehen, dass der Fahrer etwa seine Pausen eingehalten habe.

Regensburger Taxifahrer streiken wegen Uber

Uber-Fahrer werden nicht geprüft

Schneider klagt über die unterschiedlichen Bedingungen, die für Taxis und Uber gelten. „Der Fahrer eines Taxis ist qualifiziert“, sagt er. „Ein Uber-Fahrer ist hingegen ein Privatmann.“ So müssen Taxifahrer beispielsweise eine Prüfung über ihre Ortskenntnis ablegen, bevor sie Fahrgäste mitnehmen dürfen. Für Uber-Fahrer sieht das Bundesverkehrsministerium eine solche Prüfung nicht vor.

Die deutschen Taxizentralen befürchten, dass der Verkehr durch diese nicht ortskundigen Fahrer behindert werden könnte. Daneben soll es Uber-Fahrzeugen in Zukunft erlaubt sein, an zentralen Orten auf Fahrgäste zu warten oder auf Fahrgastsuche durch die Stadt zu fahren. Bisher mussten die Fahrer nach dem Ende einer Fahrt in ihre Zentrale zurückkehren.

In Regensburg bietet Uber laut Karlheinz Schneider noch keine Fahrten an. In München und Nürnberg können Fahrgäste jedoch schon heute zwischen Uber und einem herkömmlichen Taxi wählen.

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