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Requiem für Georg Ratzinger

Am Mittwoch fand im Regensburger Dom St. Peter das Pontifikalrequiem statt. Hier können Sie die Messe sehen.

Regensburg.Am Mittwoch fand um 10 Uhr im Dom St. Peter in Regensburg das Pontifikalrequiem für Georg Ratzinger statt. Bischof Rudolf Voderholzer stand der Messe vor. Nach dem Requiem wurde Ratzinger gegen 12.30 Uhr im Stiftungsgrab der Regensburger Domspatzen auf dem Unteren Katholischen Friedhof beigesetzt. Den Knabenchor hatte der ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. 30 Jahre lang geleitet.

Begräbnis

Gänswein weinte für Papst Benedikt

Georg Ratzinger hat seine letzte Ruhe gefunden. Das „Te Deum“ begleitet ihn in die Ewigkeit. Der Abschied war bewegend.

Bereits am Sonntag hatten sich die Domspatzen in einer Totenvesper von ihrem ehemaligen Domkapellmeister verabschiedet.

Aufgrund der Corona-Situation war die Zahl der Plätze im Dom während des Requiems eingeschränkt. Unter den Gästen waren Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein sowie der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. Ratzinger war am vergangenen Mittwoch im Alter von 96 Jahren gestorben - zwei Wochen, nachdem ihn der frühere Pontifex überraschend am Krankenbett besucht hatte. Zur Beerdigung war Benedikt nicht angereist.

Trauer

Der Papstbruder kehrt heim zu Gott

Im Dom von Regensburg fand das Requiem für Georg Ratzinger statt. Sein Bruder Papst Benedikt verfolgte es live in Rom.

Die Brüder standen sich sehr nahe. Es war ihnen ein Herzensanliegen, sich noch einmal zu Lebzeiten treffen zu können. So war Benedikt für fünf Tage in seine frühere Heimatstadt gereist, wo er mehrfach seinen Bruder besuchte sowie sein ehemaliges Wohnhaus in der Gemeinde Pentling und das Grab seiner Eltern und Schwester.

Drei Jahrzehnte lang die Domspatzen geleitet

Benedikt lebt seit seiner Emeritierung im Jahr 2013 in einem Kloster hinter den Mauern des Vatikan. Dort besuchte ihn Georg Ratzinger immer wieder. Auch für den März dieses Jahres war eine Reise nach Rom vorgesehen, dann jedoch wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. In den folgenden Wochen ging es dem 96-Jährigen schlechter, was durch den kurzfristigen Besuch Benedikts in Regensburg öffentlich geworden war.

Aufbahrung

Tränen und warme Worte für Ratzinger

In St. Johann verabschiedeten sich viele Regensburger von ihm. Auch das Essen für den Leichenschmaus ist bereits geplant.

Von 1964 bis 1994 hatte Ratzinger die Domspatzen geleitet. „Der liebe Gott hätte mir keine schönere Aufgabe geben können“, sagte er im Ruhestand rückblickend auf seine Doppelberufung als Priester und Kirchenmusiker.

Im hohen Alter hatte ihn der Skandal um Misshandlungen und sexuellen Missbrauch bei den Domspatzen eingeholt. Konfrontiert mit Vorwürfen räumte Ratzinger ein, Singknaben in seinen Anfangsjahren als Kapellmeister selbst auch Ohrfeigen verpasst zu haben.

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