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Literatur

Roman soll die Bevölkerung inspirieren

„Glückskind“ von Steven Uhly ist das Thema einer ungewöhnlichen Aktion. In Regensburg soll das Buch zum Ereignis werden.

Sie organisieren das Leseprojekt (v. l.): Ulrich Dombrowsky (Buchhandlung Dombrowsky), Susanne Borst (Bücher Pustet), Elisabeth Mair-Gummermann und Karin Martin (beide Stadtbücherei), Schriftstellerin Carola Kupfer und Christine Lehner (Bücher Pustet) (es fehlt Johanna Röhrl, Buchhandlung Bücherwurm).
Sie organisieren das Leseprojekt (v. l.): Ulrich Dombrowsky (Buchhandlung Dombrowsky), Susanne Borst (Bücher Pustet), Elisabeth Mair-Gummermann und Karin Martin (beide Stadtbücherei), Schriftstellerin Carola Kupfer und Christine Lehner (Bücher Pustet) (es fehlt Johanna Röhrl, Buchhandlung Bücherwurm). Foto: Dr. Michael Koob

Regensburg.In der Stadt wird am 28. April ein außergewöhnliches Projekt starten, das derzeit intensiv vorbereitet wird. Die gesamte Stadtgesellschaft wird eingeladen, unter dem Motto „Regensburg liest ein Buch“ den Roman Glückskind des Münchner Autors Steven Uhly zu lesen, sich damit auseinanderzusetzen, zu diskutieren und in unterschiedlichen Formaten zu verarbeiten.

Dabei denken die Organisatoren an Einzelleser, Lesezirkel, Schulen, Hochschulen, Theater, Videogruppen, Tanztheater, Firmen, Künstler aller Sparten, Geschäfte und Gastronomie, Verwaltungen etc. Organisatorisch getragen wird das Projekt von der Stadtbücherei Regensburg, den Buchhandlungen Bücherwurm, Dombrowsky und Bücher Pustet sowie der Autorin Carola Kupfer.

Ein Informationsabend zu dem Leseprojekt findet am Donnerstag, 25. Februar, um 19 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei am Haidplatz statt. Die Organisatoren wollen dabei über die Umsetzung des Projekts informieren und Anregungen geben, wie man sich einbringen kann.

Die Mittelbayerische Zeitung wird das Projekt als Medienpartnerin vier Monate lang begleiten. Im MZ-Gebäude wird am 28. April um 19.30 Uhr die Kick-off-Veranstaltung für das Vorhaben stattfinden. In den nachfolgenden fünf Ausgaben der MZ beginnt ein Vorabdruck mit den ersten Kapiteln von Glückskind, um die Stadtgesellschaft neugierig auf das Buch zu machen. Mehrere Sponsoren wurden bereits gewonnen, die Verlage Secession und Random House/btb unterstützen ebenfalls.

Die Termine

  • Informationsabend:

    Er startet am Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr, im Lesesaal der Stadtbücherei am Haidplatz.

  • Kick-off-Veranstaltung:

    Sie beginnt am 28. April um 19.30 Uhr im Gebäude der Mittelbayerische Zeitung.

In Glückskind geht es um den Hartz-IV-Empfänger Hans, der Mitte 50 alles verloren hat, was ihm in seinem Leben wichtig gewesen war: seine Frau, seine Kinder, seinen Beruf. Er vegetiert in seiner Wohnung perspektivlos vor sich hin. Sein einziger Kontakt sind der Zeitschriftenverkäufer gegenüber und die Sachbearbeiterin vom Sozialamt, mit der er sich immer herumschlagen muss. Eines Tages findet er im großen Müllcontainer ein Baby. Zum Glück lebt es noch. Er nimmt es an sich, trägt es heimlich in seine Wohnung, versorgt es und beschließt, es zu behalten. Denn, so Hans: Jemandem, der sein Kind wegwirft, darf man es keinesfalls zurückgeben. Damit beginnt ein mitreißendes und spannendes Sozialdrama, in dessen Verlauf sich Hans wieder einen Lebenssinn gibt. Das Buch wurde von Michael Verhoeven verfilmt mit Herbert Knaup in der Hauptrolle.

Der Autor Steven Uhly hat seine Bereitschaft erklärt, zu Lesungen nach Regensburg zu kommen. Zudem ist geplant, die Verfilmung im Regina-Kino zu zeigen. Zu einem Werkstattgespräch im Anschluss an eine der Vorführungen sollen Regisseur und Hauptdarsteller anreisen.

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