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Soziales

„Rückenwind“ nimmt mächtig Fahrt auf

Regensburger spendeten in kurzer Zeit über 40 Fahrräder für Flüchtlinge. Auch Helme und Reparaturwerkzeug werden gebraucht.

Schwester Angelika hat ihr eigenes und vier weitere „Ordensräder“ für die Aktion „Rückenwind“ an Monika Huber und Al Sharani übergeben.
Schwester Angelika hat ihr eigenes und vier weitere „Ordensräder“ für die Aktion „Rückenwind“ an Monika Huber und Al Sharani übergeben.Foto: Diakonie

Regensburg.Bereits wenige Wochen nach dem Start der Aktion „Rückenwind“ sind bei der Diakonie Regensburg über 40 Fahrräder abgegeben worden. Vor wenigen Tagen konnte Initiatorin Monika Huber bei der Ordensgemeinschaft „Schwester der Katholischen Heimatmission von Unserer Lieben Frau“ in der Wittelsbacher Straße fünf „pfenningguade Räder“ in Empfang nehmen. Zusammen mit Al Sharani, einem in Regensburg lebenden Flüchtling, der die ankommenden Räder durchsieht, holte die Arbeitslosenberaterin die Fahrräder bei Schwester Angelika ab.

Für die Beweglichkeit

Bis letztes Jahr, erzählte die Ordensfrau mit leichter Wehmut, sei sie noch jeden Tag gefahren. Doch dann habe sie Probleme im Knie bekommen. Das „ist zwar wieder gut“, doch so recht traut sie sich nicht mehr mit ihrem alten Dreigangrad durch den dichten Verkehr. Als junge Novizin habe sie das einst flotte Velo 1970 in Giessen erworben, „um beweglich zu sein“.

Künftig wird es einem Menschen, der als Flüchtling nach Regensburg gekommen ist, helfen, sich hier schneller heimisch zu fühlen und seine neue Heimat kennen zu lernen. Huber will die meisten der gespendeten Räder an Einzelpersonen und Familien weitergeben. Zudem will sie mehrere Exemplare in der Pionierkaserne einstellen, wo künftig die Erstaufnahme eingerichtet wird. Ähnlich dem car-sharing-Modell soll dann jeder Bewohner, der etwas zu erledigen hat, eines der Fahrräder nehmen und damit seine Fahrten erledigen können.

Bis alle Spendenräder durchgesehen sind, werden sie in einem leerstehenden Büro gelagert und soweit notwendig repariert. Das Büro stellt das Evangelische Siedlungswerk kostenlos zur Verfügung.

Auch Reparaturen können dort in geringem Umfang getätigt werden. Vor allem jüngere Flüchtlinge sollen künftig Fahrräder selbst richten. Deshalb werden in Kooperation mit dem ADFC Reparaturkurse in dessen Werkstätten angeboten, die Flüchtlingen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung stehen.

Schlösser und Schläuche

Neben weiteren funktionsfähigen Rädern ist das Diakonie-Team um Huber auch auf der Suche nach Fahrradhelmen, Schlössern, Schläuchen und Mänteln in gängigen Größen und Ersatzteilen, wie Lampen und Rückleuchten.

Aktion Rückenwind

  • Annahmestationen

    Gebrauchte Räder, Werkzeug und Zubehör können bei folgenden Adressen abgegeben werden: Diakonie Regensburg, Am Ölberg 2, Regensburg, Öffnungszeit 9 bis 12 Uhr; Gustav-Adolf-Wiener-Haus, Schottenstraße 6, Regensburg (Zufahrt Wiesmeierweg); Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dreieinigkeitskirche, Dechbettener Straße 2a, Regensburg, Öffnungszeit Montag, Dienstag u Donnerstag von 9 bis 12 Uhr; Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Matthäus, Graf-Spee-Str. 1, Regensburg, (Zufahrt Alfons-Auer-Straße), Öffnungszeit: Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 16 Uhr.

  • Abgabemöglichkeit in Burgwenting

    Gemeindezentrum Maria Magdalena, Rudolf-Schlichtinger-Str. 1, Regensburg-Burgweinting, Öffnungszeit: Montag 9 bis 11 Uhr und 18 bis 19 Uhr, Mittwoch 9 bis 11 Uhr, Freitag: 8 bis 10 Uhr.

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