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Sagte Mühlhiasl die Corona-Krise voraus?

In Rita Lells Roman verbinden sich aktuelle Ereignisse mit den Prophezeiungen des Mühlhiasls. Das Buch erscheint im Oktober.
Von Angelika Lukesch

Autorin Rita Lell schreibt an einem neuen Buch.  Foto: Christina Lell
Autorin Rita Lell schreibt an einem neuen Buch. Foto: Christina Lell

Regensburg.„Die Idee zu meinem neuen Roman war bereits geboren, bevor der Coronavirus das Leben lähmte“, sagt Rita Lell, ihres Zeichens Buchautorin. Die gebürtige Regensburgerin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die sich mit ihrer Heimat und ihrem Leben befassen. Sie kam zum Bücher schreiben durch die Arbeit an ihrem Buch „Aufgewachsen in Regensburg in den vierziger und fünfziger Jahren“. Lell ist von den „Eigenarten dieser wunderbaren Stadt“ besonders fasziniert.

Menschen

Was Regensburg wirklich ausmacht

Rita Lell ist in der Domstadt aufgewachsen. Sie kämpfte gegen die WAA. Jetzt stemmt sie sich gegen den Verlust der Heimat.

Die Liebe zu Regensburg

Sie bedauert, dass die modernen Zeiten die „Liebenswürdigkeit meiner Heimatstadt“ allmählich zerstörten. Sie wollte dagegen angehen und schrieb die Bücher „Regensburg, was war und was bleibt“ (zwei Bände).

Rita Lells Romane spielen in der Gegenwart. Die Autorin findet, dass die Dramatik dessen, was jeden Tag geschieht, ausreiche, um einen spannenden Roman zu schreiben. So entstanden ihre Bücher „Bärlauch“ und „Wie sie glücklich werden“.

Die Dramatik der aktuell ablaufenden Ereignisse in der Corona Krise inspirierten Rita Lell zu einem neuen Buch, das sie „in Echtzeit“ schreibt. „Das Buch handelt von einer Rechtsanwältin, die im Bayerischen Wald aufgewachsen ist, sich mit ihrer Kindheit auseinandersetzt und das erfolgreiche Leben in der Stadt überdenkt. Die Coronakrise wird alles durcheinanderwerfen,…“ verrät die Autorin. Einen Titel hat das Werk aber noch nicht.

Das Besondere an dem neuen Werk ist, dass Rita Lell die Ereignisse rund um die Coronakrise mit dem Prophezeiungen des Mühlhiasls verbindet. „Durch die Erzählungen meiner Mutter kenne ich viele Prophezeiungen, kümmerte mich aber weiter nicht darum. Bei näherer Betrachtung der Schriften von Propheten kam mir die Idee, das Thema zu einem Roman zu verarbeiten. Zu einer Studie unserer schnelllebigen Zeit mit den vielen Umbrüchen, mit der Unsicherheit und der Angst der Menschen“, erklärt die Autorin. Dabei stachen ihr besonders die Weissagungen des Mühlhiasls ins Auge.

Mitten in der Prophezeiung

Am 12. März fuhr sie zum Geburtsort des Weissagers. „Ich war beeindruckt von dem abgelegenen Ort mit den tosenden Wassern.

Menschen

Roman um Korruption und Immobilienmafia

In ihrem neuen Buch thematisiert Rita Lell auch die Regensburger Korruptionsaffäre. Nun stellte sie ihr Werk im Salettl vor.

Die Coronakrise war gerade im Entstehen. „ Zu diesem Zeitpunkt war die Idee zum Roman bereits geboren. „Zu meiner eigenen Verwunderung bemerkte ich, es könnte durchaus sein, dass wir mitten in der Prophezeiung angelangt sind“, mutmaßt die Autorin, die in ihrem Buch Realität mit Fiktion verbindet: „Es gibt kein besonderes Ziel, außer die Geschichte dieses Romans, wie sie von Anfang an geplant war. Es geht um keine realen Personen, sie sind frei erfunden, wenn auch die Geschichte reale Hintergründe hat. Das Ende ist natürlich nicht völlig offen, es ist eine Geschichte, die ich mir vorher ausgedacht habe und deren Ende ich hier natürlich nicht verraten werde.“

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Der Mühlhiasl und das Buch

  • Leben:

    Der Mühlhiasl lebte im 18. Jahrhundert und war ein angeblicher Prophet. Er stammte aus dem Bayerischen Wald.

  • Prophezeiungen:

    Die Vorhersagen des Mühlhiasls waren metaphorisch und vieldeutig. Er soll den ungefähren Beginn der beiden Weltkriege vorhergesagt haben.

  • Veröffentlichung:

    Rita Lells neues Buch wird voraussichtlich im Oktober als E-Book und als BookonDemand erscheinen.

Menschen

Rita Lell kämpft für ihre Stadt

Die gebürtige Regensburgerin treibt nicht das ewig Gestrige um, sondern das Authentische - wie der „Regensburger Fotostein“.

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