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Integration

Schaukästen, die Tore öffnen

Die Brandlberger werben am Rewe-Markt für ihre Vereine. Die vier neuen Schautafeln sollen auch Neubürger ansprechen.
Von Daniel Steffen

Sie dienen Anwohnern am Brandlberg zur Orientierung: An vier neuen Schaukästen informieren die örtlichen Vereine über ihr Angebot. Foto: Birkmeier
Sie dienen Anwohnern am Brandlberg zur Orientierung: An vier neuen Schaukästen informieren die örtlichen Vereine über ihr Angebot. Foto: Birkmeier

Regensburg.Wer sind eigentlich die Brandlberger? Sind es nur die „Alteingesessenen“, die schon seit geraumer Zeit am Berg ihre Heimat gefunden haben? Oder sind es auch die neuen Anwohner, die gerade im Neubauviertel ihr Quartier beziehen? Konrad Birkmeier, Geschäftsführer des ortsansässigen Männer- und Burschenvereins, blickt optimistisch in die Zukunft: „Eines Tages werden wir alle Brandlberger sein“ sagt er – und ist bemüht, so früh als möglich mit den neuen Nachbarn Kontakt aufzunehmen.

Eine neue Errungenschaft soll dazu ihren Teil beitragen: Vier Schaukästen an zentraler Stelle machen nun das lebendige Vereinsleben im Stadtnorden für alle Anwohner sichtbar. Vor wenigen Tagen nahm ihn der Männer- und Burschenverein gemeinschaftlich mit den Vereinen im Stadtteil in Betrieb, zu finden ist er an der Nordseite des neuen Rewe-Supermarkts am Brandlberg. Dort seien die Schaukästen sehr gut aufgehoben, befindet Birkmeier, der weiß, dass dem (erst kürzlich eröffneten) Rewe-Markt eine zentrale Rolle im Stadtteilleben zukommt.

„Ein offenes Ohr“ bei Rewe

Er lobt, dass Marktleiter Oliver Kotzulla sogleich ein „offenes Ohr“ für das Ansinnen hatte. Als dieser dann die Genehmigung von der Rewe-Hauptverwaltung in Köln einholen konnte, habe sich Birkmeier schnell auf die Suche nach Sponsoren für das Projekt gemacht.

Beim Bauträger des neuen Brandlberger Wohngebiets, dem Immobilien-Zentrum, wurde er fündig –und hatte mit Geschäftsführer Dr. Thomas Rosenkranz einen Gönner auf seiner Seite. Die Partner waren sich einig darüber, die Schaukästen von einem Anbieter aus der Nähe zu beziehen – und landeten mit der Firma Werbetechnik Walter in Gonnersdorf einen „Volltreffer“, wie Birkmeier sagt.

Fläche für Veröffentlichungen bieten die neuen Schaukästen reichlich. Jeder Schaukasten kann etwa acht DIN-A4-Blätter beherbergen, weiß Geschäftsführer Robert Walter. Die Maße belaufen sich bei allen vier Objekten auf einen Meter mal 76 Zentimeter. Die Rahmen der Schaukästen sind aus Aluminium, während das „Fenster“ aus Sicherheitsglas besteht. Mit einem Schlüssel können die Schaukästen von den jeweiligen Vereinsverantwortlichen geöffnet werden. Inklusive Montage belaufen sich die Kosten für die Schaukästen auf 1600 Euro – ein „Nachbarschaftspreis“, wie Walter sagt. Als Konradsiedler habe er das Projekt „gern unterstützt“.

Die Vereine, die die Schaukästen befüllen, repräsentieren das breite Spektrum an weltlichen und kirchlichen Aktivitäten: Der Ball-Spiel-Club (BSC) gehört ebenso dazu wie der Männer- und Burschenverein Brandlberg sowie der Waldvogel- und Exotenverein Regensburg III mit seinem Vogelzentrum in unmittelbarer Nähe. Aushänge gibt es auch von der Pfarrei St. Konrad, der Siedler- und Eigenheimervereinigung und dem Bikerclub.

In den Vereinen ist die Begeisterung über die neuen Schautafeln groß. Sie seien eine „tolle Sache“, lobt der BSC-Vorsitzende Stefan Mittlmeier. Dank ihnen könne man leicht den Kontakt zu den Neubürgern im Viertel herstellen. So sieht das auch die Siedler- und Eigenheimervereinigung, die am Rewe ebenfalls auf ihre Veranstaltungen und die „Vorzüge einer Mitgliedschaft“ aufmerksam macht. Wie Vorsitzender Herbert Schmid sagt, seien viele Vereinsveranstaltungen „für die Allgemeinheit offen“, wie etwa die Osterbrunnen-Übergabe an der Danziger Freiheit am 13. April um 16 Uhr.

„Neu-Brandlberger“ interessiert

Konrad Birkmeier indes stellt fest, dass das Interesse an den Vereinsaktivitäten bei den „Neu-Brandlbergern“ bereits jetzt groß ist. „Schon beim Aufbau haben uns einige Leute angesprochen. Sie wollten wissen, worum es bei den Schaukästen geht und was wir so in den Vereinen planen.“

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