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Verkehr

Schilder sollen Geisterradler zähmen

Verkehrswacht sensibilisiert mit zehn Verkehrstafeln für die Gefahren des Fahrens auf Radwegen entgegen der Fahrtrichtung.
Von Christof Seidl, MZ

  • Mit zehn derartigen Verkehrstafeln macht die Verkehrswacht auf die Gefahren des Geisterradelns aufmerksam. Foto: MZ-Archiv
  • Hermann Hirsch (links) hatte die Schilderaktion initiiert. Rechts im Bild Bürgermeister Gerhard Weber, daneben Daniela Obermeier, die 2009 Opfer eines Geisterradlers wurde. Foto: Seidl

REGENSBURG. Sie leben gefährlich und gefährden andere. Geisterradeln – die Fahrt auf dem Radweg entgegen der Fahrtrichtung – ist die häufigste Ursache bei Unfällen mit Radfahrern. Im Jahr 2009 gab es dabei im Stadtgebiet 34 Schwer- und 224 Leichtverletzte, ein Radfahrer kam uns Leben.

Für die Verkehrswacht Regensburg sind diese Zahlen Anlass, mit einer bundesweit einmaligen Aktion Radfahrer für die Gefahren des Geisterradeln zu sensibilisieren. An zehn Kreuzungen und Einmündungen, an denen Pedalritter gerne in der falschen Richtung unterwegs sind, hat der Verein zusammen mit der Stadt auffällige Verkehrstafeln aufgestellt.

Die Schilder mit der Aufschrift „Geisterradler gefährden!“ sollen als Warnung dienen und sind nur aus Fahrtrichtung der Zielgruppe zu sehen.

Die Initiative zu der Aktion stammt von Hermann Hirsch. Der Polizeibeamte ist Sachbearbeiter Verkehr für das Regensburger Stadtgebiet – und Mitglied bei der Verkehrswacht. Hirsch hatte den engen statistischen Zusammenhang zwischen Geisterradlern und Radunfällen herausgearbeitet.

Radfahrer sind nach seinen Angaben in der Stadt die am meisten gefährdete Personengruppe im Straßenverkehr. Sie stellen rund 40 Prozent aller Verletzten.

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