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Wohnungsnot

Schlafplätze für Studenten gesucht

Viele Studienanfänger in Regensburg haben noch keine Wohnung oder kein WG-Zimmer. Nun ist die Hilfe der Bürger gefragt.

Studentenwohnungen sind in Regensburg rar. Viele Erstsemester suchen noch nach einer Bleibe. Foto: Matthias Balk/dpa
Studentenwohnungen sind in Regensburg rar. Viele Erstsemester suchen noch nach einer Bleibe. Foto: Matthias Balk/dpa

Regensburg.An diesem Montag hat die Vorlesungszeit an den Hochschulen begonnen, doch viele Erstsemester stehen immer noch ohne Bleibe da. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Uninversität Regensburg ruft deshalb in einer Pressemitteilung alle Regensburger dazu auf, freie Zimmer oder passende Schlafmöglichkeiten zu melden, die von Studenten als Übergangslösung genutzt werden könnten.

Schlafplätze können online unter asta-wohnungsboerse.uni-regensburg.de eingetragen werden, als Titel soll „Schlafplatz“ angegeben werden. Fragen kann man an die Mailadresse schlafplatzboerse@gmail.com richten. „Jede Schlafmöglichkeit ist willkommen, ganz egal ob kleines Zimmer oder Wohnzimmercouch“, erklärt Luis Geiger, der studentische Sprecher. „Es gibt noch einen riesigen Bedarf von neuen Studierenden, die sonst auf dem Campus zelten müssen.“ Im Online-Formular kann angegeben werden, wie lange der Schlafplatz zur Verfügung steht. Meistens reichen laut Geiger bereits ein bis zwei Wochen, bis die Studierenden ein dauerhaftes Zimmer zur Miete finden.

„Wir appellieren auch in diesem Jahr wieder an die Solidarität der Regensburger.“

Saina Abbaszadeh, Referentin für Soziales und Inklusion

Die Schlafplatzbörse wird angeboten, weil das Studentenwerk wegen Umbaumaßnahmen im Gessler-Wohnheim kein Matratzenlager anbieten kann.

Im vergangenen Jahr rege Beteiligung

Im vergangenen Jahr gab es eine rege Beteiligung an der Börse: Etwa 200 Personen konnten laut Pressemitteilung auf diese Weise ein vorläufiges Dach über dem Kopf finden. „Wir appellieren auch in diesem Jahr wieder an die Solidarität der Regensburger. Der Wohnungsmarkt in der Stadt ist nach wie vor äußerst angespannt und günstiger Wohnraum kaum zu finden. Deshalb brauchen wir dringend Angebote für kurzfristige Schlafplätze“, ergänzt Saina Abbaszadeh, Referentin für Soziales und Inklusion.

Wir fordern günstigen Wohnraum für alle statt Luxuswohnungen für wenige!“

Matthias Ernst, Referent für Hochschulpolitik und Öffentlichkeitsarbeit

Damit sich die generelle Situation am Wohnungsmarkt verbessert und Hilfsangebote wie die Schlafplatzbörse nicht mehr benötigt werden, fordert der AStA eine Bauoffensive für bezahlbaren Wohnraum. Daneben müsse der Freistaat seine Förderung für die Studierendenwerke wieder ausbauen, damit diese neue Wohnheime bauen könnten. „Es kann nicht sein, dass die Politik zuschaut, wie Wohnraum immer teurer wird und neue Wohnungen vor allem im hochpreisigen Segment entstehen. Hier braucht es staatliche Regulierung und eine Investitionsoffensive. Wir fordern günstigen Wohnraum für alle statt Luxuswohnungen für wenige!“, so Matthias Ernst, Referent für Hochschulpolitik und Öffentlichkeitsarbeit.

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