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Bildung

Schüler lernen von der Natur

Domspatzen-Gymnasiasten unterrichteten die kleinen Domspatzen über die besonderen „Tricks der Natur“ und wo man sich diese zunutze machen kann.
Von Angelika Lukesch, MZ

  • Ein Domspatzen-Gymnasiast (links) führt mit den Domspatzen-Grundschülern Bionik-Experimente durch. Foto: Grundschule der Domspatzen
  • Rektorin Petra Stadtherr und ein Gymnasiast (beide hinten) führen mit den Grundschülern das „Ahornpropeller-Experiment“ durch.

Regensburg.Bei den Domspatzen arbeiten Gymnasium und Grundschule zusammen. In den Schuljahren 2012/13 sowie 2013/14 besuchten Schüler des Gymnasiums die Grundschule der Regensburger Domspatzen und hielten mehrere Unterrichtseinheiten zum Thema „Bionik“. Schnittstelle zwischen Grundschule und Gymnasium waren die Fächer HSU (Heimat- und Sachkundeunterricht) sowie NuT (Natur und Technik). Grundschulrektorin Petra Stadtherr und Gymnasiallehrer René Grünbauer begaben sich zusammen mit den Schülern auf den „spannenden Weg der Bionik“. Dabei studierten die Kinder die Fortbewegung von Fischen und den Flug der Vögel, sie beobachteten spannende Naturphänomene und setzten ihre Erkenntnisse dann in physikalische Experimente um. Die Grundschüler hätten diese „Tricks der Natur“ ziemlich beeindruckend gefunden, sagte Stadtherr. Sie untersuchten, wie diese Tricks funktionieren und warum es sie überhaupt gibt. Ganz genau überlegt wurde auch, ob man sich diese Tricks der Natur nicht bei irgendwelchen Erfindungen zunutze machen könnte. Eifrig schrieben die Grundschüler ihre Erkenntnisse auf, um sie in ihren Experimenten auszutesten. Beim Besuch der 3. Klasse im Physiksaal des Gymnasiums zeigten die großen Domspatzen den Drittklässlern eine PowerPoint Präsentation zum Thema Bionik. Dabei erfuhren die Kinder, dass das Wort aus den Begriffen Biologie und Technik zusammengesetzt ist und es sich also darum handelt, von der Natur zu lernen, um die heutige Technik zu verbessern. Der erste Bioniker sei Leonardo da Vinci gewesen, lernten die Schüler. Er habe den Flügelschlag der Störche skizziert und verschiedene Flugapparate gebaut. Schließlich beschäftigten sich die kleinen Forscher, angeleitet von den Gymnasiasten und den Lehrkräften und angestachelt von ihrem eigenen Ehrgeiz mit verschiedenen Bionik-Experimenten. Dabei kam die Experimentierkiste oftmals zum Einsatz, die die Domspatzen Grundschule von der „Initiative junge Forscherinnen und Forscher“ bekommen hatte. Das Bionik-Projekt bewirkte bei den Domspatzen Grundschülern auch, dass in jedem Klassenzimmer der Grundschule eine Klassen-Experimentierecke eingerichtet wurde. Die dritte Klasse erstellte im Rahmen des Projekts auch ein Bionik-Forscherbuch, das stetig anwächst. Und weil das Bionik-Projekt den Kindern so viel Spaß macht, verkleiden sie sich oft als Professor Dr. Dr. Bionikus, als Roboter Bionisius oder als Clown Bionika. Rektorin Stadtherr ist vom Erfolg des Projekts begeistert und sagt: „An der Grundschule der Regensburger Domspatzen ist das Bionik-Experimentierfieber so richtig ausgebrochen. Wir lernen auch in den kommenden Jahren weiterhin von der Natur.“

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