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Corona

Schulausschluss nach Ball in RT-Halle

Ein Besucher des Tanzkurs-Abschlussballs wurde positiv auf das Virus getestet. Die anwesenden Schüler müssen daheim bleiben.
Von Dr. Christian Eckl

Ein Abschlussball in der RT-Halle in Regensburg sorgt nun für Schulausschlüsse in Stadt und Landkreis. Foto: Lukesch
Ein Abschlussball in der RT-Halle in Regensburg sorgt nun für Schulausschlüsse in Stadt und Landkreis. Foto: Lukesch

Regensburg.Die Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus zieht an den Schulen weitere Kreise. Nun müssen zahlreiche Schüler einiger Gymnasien in Stadt und Landkreis Regensburg bis Freitag zuhause bleiben. Sie waren Gäste eines Tanzkurs-Abschlussballs in der RT-Halle – ein Ballbesucher wurde positiv auf das Virus getestet.

Virus bei einem Ball-Gast nachgewiesen

Laut einem Schreiben von betroffenen Schulleitern, das der Mittelbayerischen vorliegt, haben die Schulen in Absprache mit dem Gesundheitsamt entschieden, die betroffenen Schüler vom Unterricht auszuschließen. „Der Grund dafür ist, dass bei einem der Gäste dieser Veranstaltung das neue Coronavirus nachgewiesen wurde“, heißt es in dem Schreiben. Der Abschlussball der Tanzkurse fand am 28. Februar in der RT-Halle in Regensburg statt. Fotos der Veranstaltung zeigen, dass sie von hunderten von Tanzkurs-Absolventen, aber auch Verwandten und Freunden besucht wurde.

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In dem Schreiben an die Eltern und Schüler heißt es zudem, dass sich Teilnehmer an dem Ball, die Krankheitssymptome wie Husten und Fieber, Durchfall und Muskelschmerzen aufweisen, umgehend mit ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in Verbindung setzen sollten. „Sollte nach Einschätzung des Hausarztes bzw. des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes eine Testung erforderlich sein, werden diese die Testung vornehmen“, so der Wortlaut des Schreibens.

Das Landratsamt teilte zwischenzeitlich mit, dass es sich um den Tanzkurs-Abschlussball der 10. Klassen des Von-Müller-Gymnasiums sowie des Lappersdorfer Gymnasiums gehandelt hatte. „Durch umfassende Ermittlungen des Gesundheitsamtes gelang es, die engen Kontaktpersonen des Erkrankten, mit denen er an diesem Abend längere und direkte Gesprächskontakte hatte, zu informieren und über die notwendigen Schutzmaßnahmen aufzuklären“, heißt es in einer Mitteilung des Amts. Zudem wurden vom Gesundheitsamt auch die beiden betroffenen Gymnasien informiert und den Schulleitungen empfohlen, die Schülerinnen und Schüler, die diese Veranstaltung besuchten, vorsorglich bis einschließlich 13. März vom Unterricht zu befreien. Das ist zwischenzeitlich geschehen.

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Zudem appellieren die Schulleiter an die Eltern, die Kinder dennoch krank zu melden. Am Freitag hatte das Kultusministerium alle Schulen in Stadt und Landkreis aufgefordert, zu melden, wenn Schüler aus dem Unterricht ausgeschlossen werden, etwa weil sie in Südtirol die Faschingsferien verbracht haben.

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Am Wochenende wurden dem für Stadt und Landkreis Regensburg zuständigen Gesundheitsamt drei Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Ein 47-jähriger Lappersdorfer ist betroffen, der zwei schulpflichtige Kinder hat. Nach Angaben des Landratsamtes stehen auch die Kinder und die Ehefrau des Mannes unter Quarantäne, obwohl sie nicht infiziert sind. Zudem wurde bei einem Ehepaar aus Zeitlarn das Virus nachgewiesen.

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