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Schweißtreibende Einheiten beim Jahn

Der Zweitligist steigt wieder ins Training ein. Entscheidung über Kellers Zukunft soll im Laufe des Januars verkündet werden.
Von Heinz Gläser

Fleißig dehnen und strecken: Mittelfeldspieler Max Besuschkow (links) beim Trainingsauftakt  Fotos: Andreas Nickl
Fleißig dehnen und strecken: Mittelfeldspieler Max Besuschkow (links) beim Trainingsauftakt Fotos: Andreas Nickl

Regensburg.Die Frage, die beim SSV Jahn aktuell viele umtreibt, bleibt vorerst unbeantwortet. Christian Keller hatte bereits im Sommer angekündigt, sich in der kurzen Winterpause Gedanken über seine Zukunft zu machen. Ob der Geschäftsführer Profifußball und Architekt des sportlichen wie wirtschaftlichen Aufschwungs nach sieben Jahren am Saisonende seine Zelte in Regensburg abbrechen wird, soll im Laufe des Januars offiziell verkündet werden, heißt es beim SSV Jahn vage.

Jahn-Chefcoach Mersad Selimbegovic im Gespräch mit Nicolas Wähling und Andreas Albers (von links)
Jahn-Chefcoach Mersad Selimbegovic im Gespräch mit Nicolas Wähling und Andreas Albers (von links)

Mersad Selimbegovic formuliert stellvertretend diesen Neujahrswunsch: „Natürlich wünschen wir uns alle, dass Christian beim Jahn bleibt.“ Auch für den Chefcoach gilt es jedoch, Kellers Entscheidung abzuwarten. „Der Januar hat ja auch noch ein paar Tage“, merkte der 37-Jährige an.

Personell sorgenfrei

Selimbegovic begrüßte zum Trainingsauftakt, der wegen der Witterungsbedingungen kurzfristig vom Gelände am Kaulbachweg ins Fitnessstudio verlegt worden war, am Dienstag seinen kompletten Kader. 23 Feldspieler plus die drei Torhüter trainierten gut eine Stunde lang auf dem Laufband, dem Spinningrad und im Kraftraum. Am Nachmittag stand die erste Einheit auf dem Platz auf dem Programm. Der Jahn startet personell so gut wie sorgenfrei ins neue Jahr. Marc Lais laboriert noch an Adduktorenbeschwerden, Sebastian Nachreiner leidet an einer Erkältung.

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„Der erste Eindruck ist sehr gut. Die Spieler hatten ein individuelles Programm, jeder hat es durchgezogen. Ich mache mir keine Sorgen um die Fitness“, kommentierte Selimbegovic die physische Verfassung seiner Schützlinge. „Da ist nirgends ein Bauch gewachsen“, juxte Jahn-Kapitän Marco Grüttner mit Blick auf seine Teamkollegen und fügte hinzu: „Spaß beiseite: Wir sind alle fit. Wir haben unsere Aufgaben gemacht, die wir über die Feiertage hatten. Da sind wir Profis genug, da wir wissen, wie kurz die Vorbereitung ist.“

Vier Testspiele

  • Einschränkung:

    Aus spielorganisatorischen Gründen finden die Spiele in Ingolstadt und Würzburg ohne Zuschauer statt.

Am 22. Dezember stand die Jahn-Elf beim wichtigen 3:2-Sieg in Bochum letztmals im alten Jahr auf dem Platz. Am Dienstag, 28. Januar (20.30 Uhr), läutet der Tabellensiebte der 2. Fußball-Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Hannover die 16 Spiele umfassende Restrückrunde ein. „Ich freue mich, dass es wieder losgeht. Wir müssen an unser Spiel in Bochum anknüpfen und die Mentalität auf den Platz bringen, die wir in den letzten Jahren gezeigt haben. Wir dürfen nicht nachlassen oder zufrieden sein“, forderte Grüttner.

Benedikt Saller und Jahn-Kapitän Marco Grüttner (von links) bei den ersten Fitnesseinheiten. Saller hat die fußballfreie Zeit übrigens genutzt, um vor den Traualtar zu treten. Er heiratete Ende Dezember seine langjährige Freundin Priszilla.
Benedikt Saller und Jahn-Kapitän Marco Grüttner (von links) bei den ersten Fitnesseinheiten. Saller hat die fußballfreie Zeit übrigens genutzt, um vor den Traualtar zu treten. Er heiratete Ende Dezember seine langjährige Freundin Priszilla.

26 Punkte auf dem Konto seien schön und gut, „aber wir alle wissen, wie eng die 2. Liga ist und wie schnell man mit zwei bis drei Niederlagen wieder unten reinrutschen kann“. Grüttners Abschied zum Saisonende steht fest. Er will die verbleibenden Partien „genießen und der Mannschaft helfen, unser Ziel so schnell wie möglich zu erreichen“.

Alles geben, alles investieren

Sechs Saisontore, ebensoviele wie für seinen Sturmpartner Andreas Albers, stehen für Marco Grüttner bislang zu Buche. Eine konkrete Marke nennt er nicht, „aber natürlich ist es für jeden Stürmer wichtig, dass er zweistellig trifft. Dann ist man im Soll.“

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Grundsätzlich sieht man beim SSV Jahn in der Winterpause keinen personellen Nachbesserungsbedarf. Das hatten Keller und Selimbegovic mehrfach betont. Der Trainer schließt indes Neuzugänge nicht kategorisch aus. „Wir halten die Augen auf. Es kann schon sein, dass etwas passiert, auch kurzfristig. Aber bis jetzt ist nichts geplant“, sagte Selimbegovic zu diesem Thema.

Sein Erfolgsrezept bleibt derweil unverändert: „Harte Arbeit, alles geben, alles investieren – und mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben.“

Ein Video zum Trainingsauftakt beim SSV Jahn sehen Sie hier!

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