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Ehrenamt

Schwitzen für einen guten Zweck

20 fleißige Mitglieder aus der evangelischen Jugend halfen bei Haus- und Gartenarbeiten. Das brachte Spaß und 725 Euro ein.
Von Emily Holmes

Laura Vilsmeier (17) und Moritz Pesl (16) bei ihrem Einsatz am Schwitztag. Foto: Holmes
Laura Vilsmeier (17) und Moritz Pesl (16) bei ihrem Einsatz am Schwitztag. Foto: Holmes

Regensburg.Spaß haben, nette Leute kennenlernen und dabei noch etwas Nützliches für den guten Zweck tun, das war das Motto beim traditionellen Schwitztag der evangelischen Jugend, der am Samstag in Regensburg und Umland veranstaltet wurde. Junge Engagierte aus dem gesamten Gebiet des Donaudekanats schwärmten dabei aus, um Haus- und Gartenarbeiten zu erledigen. Die Auftraggeber zahlten dafür einen festen Betrag für den guten Zweck.

Küche putzen, Unkraut jäten

Wie schon letztes Jahr ist dies ein Projekt zur Unterstützung junger Geflüchteter. Alle zwei Jahre wird das Projekt neu beschlossen, von den Jugendlichen selbst, vertreten im Dekanatsjugendkonvent. In 16 Teams konnte die Dekanatsjugendreferentin Kirstin Kuntz-Ouedraogo heuer 20 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren losschicken.

Unter ihnen waren auch Lisa Vilsmeier und Moritz Pesl. Die Abiturientin und der Schüler putzten in Regensburg eine Küche und jäteten in Pentling Unkraut. Je zwei Stunden verbrachten sie dafür an einem Einsatzort. Die beiden waren schon mehrmals beim Schwitztag am Start und schätzen besonders die Gemeinschaft der Freiwilligen. „Man lernt immer supernette Leute kennen und hat viel Spaß“, sagt die 17-jährige Lisa. „Außerdem sind das tolle und wichtige Projekte, für die man sich so einsetzen kann“, fügt ihr 16-jähriger Kollege hinzu.

Unterstützung von vielen Seiten

Beide sind sie in der evangelischen Jugendarbeit aktiv und haben so zu dem Projekt gefunden. Im Schatten der Garage buckelten sie am Samstag nun bei der Gartenarbeit für den guten Zweck. Zur Stärkung hat Gisela Greß-Polidenik ihnen eine Auswahl an Säften auf der Terrasse zusammengestellt. Sie freut sich über die Arbeit, die ihr abgenommen wird, und den Beitrag, den sie für den guten Zweck, aber auch die Jugendarbeit leisten kann. „Das ist eine tolle Sache, dass die Jugendlichen so offen sind und sich zu fremden Leuten aufmachen ohne wirklich zu wissen, was genau sie erwartet“, sagt sie. Bereits zum dritten mal hat die Lehrerin Freiwillige bei sich im Haus. Ihre Tochter war früher selbst in dem Projekt aktiv, so ist Greß-Polidenik darauf aufmerksam geworden.

Unterstützt werden die Freiwilligen aber nicht nur von den Auftraggebern. Der RVV sponserte Bus-Tickets, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen und ein Supermarkt und Bäcker sorgten für den richtigen Blutzuckerspiegel mit Schokoriegeln, Obst und Brezen en masse.

Aber auch die Stadt Regensburg gehört zu den Unterstützern. So steht der Schwitztag unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Der Stadtrat Dr. Thomas Burger (SPD) sprach zu Beginn des Tages in der Zentrale der evangelischen Jugend außerdem ein motivierendes Grußwort. Er lobte dabei den guten Zusammenhalt der Gesellschaft, der durch dieses Projekt gezeigt wird und freute sich, dass es engagierte Leute gibt, die helfen, wenn andere Hilfe brauchen. „Das ist wirklich toll, wie die Stadt uns da unterstützt“, freut sich Laura Vilsmeier.

Sechs Stunden waren die Jugendlichen am Samstag unterwegs. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 725 Euro haben sie erarbeitet. Wie genau das Geld ausgegeben werden soll, ist noch nicht klar. Auf jeden Fall soll damit aber die Begegnung von deutschen Jugendlichen und Geflüchteten aus einer Regensburger Wohngruppe gefördert werden. „Wir wollen versuchen noch mehr persönlichen Kontakt herzustellen“, sagt Kuntz-Ouedraogo. „Die jungen Flüchtlinge freuen sich, wenn sie nicht nur untereinander Kontakt haben, sondern auch deutsche Freunde“.

Schwitzen für fünf Euro

  • Schon seit über 15 Jahren

    veranstaltet die evangelische Jugend im Donaudekanat Regensburg den Schwitztag, bei dem engagierte Freiwillige soziale Arbeit verrichten. Fünf Euro pro Stunde und pro Person zahlen die Auftraggeber. Das Geld kommt dann einem gemeinnützigen Projekt zu gute.

  • Die Jugendlichen

    sind ab 14 Jahre alt und kommen aus verschiedenen Gemeinden des Dekanatsbezirks. Häufig unterstützen sie dadurch hilfsbedürftige, ältere Bürger. Im Foto Kirstin Kuntz-Ouedraogo, die das Projekt betreut. Foto: Holmes

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