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Sea-Watch finanziert Alan-Kurdi-Einsatz

Das Schiff Alan Kurdi startet zu einer weiteren Mission im Mittelmeer. Zuletzt reichten die Spendengelder nicht mehr aus.

Mit der Spende von 60 000 Euro trägt Sea-Watch die Missionskosten der „Alan Kurdi“, die zu Beginn der neuen Woche erneut in den Einsatz starten wird. Foto: Fabian Heinz
Mit der Spende von 60 000 Euro trägt Sea-Watch die Missionskosten der „Alan Kurdi“, die zu Beginn der neuen Woche erneut in den Einsatz starten wird. Foto: Fabian Heinz

Regensburg.Mit einer Spende von 60 000 Euro ermöglicht der Verein Sea-Watch dem Schiff „Alan Kurdi“ der Organisation Sea-Eye das Auslaufen zu einem neuen Einsatz im Mittelmeer. Seit Ende Juni liegt die „Sea-Watch 3“, als eines der wenigen verbleibenden zivilen Rettungsschiffe, beschlagnahmt im Hafen von Licata, Sizilien.

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Sea-Eye-Retter sind selbst in Not

Die Regensburger Hilfsorganisation bangt um ihre Zukunft. Die finanziellen Mittel für eine neue Mission im Mittelmeer fehlen.

„Die zivile Seenotrettung greift dort ein, wo Europa tagtäglich Menschen dem Tod auf See und der Verzweiflung libyscher Lager überlässt. Die Solidarität unter EU-Staaten beschränkt sich heute darauf, in stillschweigendem Einverständnis zuzusehen, wie einige Mitgliedstaaten die Seenotrettung abschaffen. Wir zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützen uns gegenseitig nach Kräften, um dieser Blockadepolitik und dem Sterben im Mittelmeer entgegen zu treten“, sagt Johannes Bayer, Vorsitzender von Sea-Watch.

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„Alan Kurdi“ beendet Mission vor Malta

Das Schiff „Alan Kurdi“ der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat seinen Einsatz vor Malta beendet.

Mit der Spende von 60 000 Euro, ursprünglich für den Einsatz der „Sea-Watch 3“ eingeplant, welcher aufgrund der Beschlagnahmung nicht stattfinden konnte, trägt Sea-Watch die gesamten Missionskosten der „Alan Kurdi“, das zu Beginn der neuen Woche erneut in den Einsatz starten wird. „Wir freuen uns, dass wir trotz der unermüdlichen Arbeit an der Freilassung der Sea-Watch 3 mit unserer Spende einem Rettungsschiff ins Mittelmeer verhelfen können, wo es dringend benötigt wird“, so Bayer. Auf seiner letzten Mission im September hatte das Schiff von Sea-Eye dreizehn Menschen von einem Holzboot in Seenot gerettet.

Spenden reichten nicht mehr aus

„Wir sind glücklich und dankbar wieder starten zu können. Es ist das erste Mal, dass eine Seenotrettungsorganisation einer Anderen auf diese Weise hilft“, sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye. So musste der letzte Einsatz der „Alan Kurdi“ aus finanziellen Gründen abgesagt werden. Die Spenden reichten zuletzt nicht mehr aus, um alle Voraussetzungen zu schaffen und wieder in den Einsatz zu starten.

„Die Hilfe unserer Freunde macht uns sofort wieder einsatzfähig. Seenotrettung ist kein Selbstgänger. Sie ist immer vom Willen und den Fähigkeiten vieler Menschen abhängig. Die Spende von Sea-Watch verschafft uns die Zeit, weiter Gespräche mit unseren Unterstützern und Partnern zu suchen, um in den kommenden Monaten einsatzfähig zu bleiben. Wir danken Sea-Watch und seinen Spendern aus tiefstem Herzen“, sagt Isler weiter.

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