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Archäologie

Sensationsfund am Donaumarkt

Die Überreste eines hölzernen Blockhauses begeistern die Archäologen. Der Fund ist nach Ansicht von Fachleuten einmalig im süddeutschen Raum.
Von Claudia Böken, MZ

Die Überreste eines hölzernen Blockhauses wurden m Dienstagnachmittag präsentiert. Foto: Jobst

Regensburg.Die Grabungsstelle am Regensburger Donaumarkt, dort, wo das Museum der bayerischen Geschichte entstehen soll, gibt den Archäologen immer wieder Grund zum Jubeln. Am Dienstagnachmittag wurde bereits zum zweiten Mal in diesem Monat eine überraschende Entdeckung präsentiert. Kulturreferent Klemens Unger sprach bei der Vorstellung am Ausgrabungsort von einem „spektakulärer archäologischen Fund“. Es handelt sich um die hölzernen Überreste eines karolingischen Blockhauses aus dem 9. oder 10. Jahrhundert. Diese wurden unter dem erst vor wenigen Wochen entdeckten Bohlenweg aus dem 10.Jahrhundert entdeckt. Vergleichbares gebe es im ganzen süddeutschen Raum nicht, freuen sich die Archäologen.

Erst vor knapp drei Wochen hatten die Archäologen ebenfalls am Donaumarkt ein ähnliches Erfolgserlebnis. Sie präsentierte – für den Laien unscheinbar – Holzplanken. „In so einem gut erhaltenen Zustand Hölzer zu finden, ist eine absolute Seltenheit“, freute sich Stadtarchäologe Dr. Lutz Dallmeier damals. Die Relikte von Nadelgehölz dürften aus dem elften Jahrhundert gestammt haben und wurden möglicherweise in einem Badehaus verwendet.

Bei diesen wie auch bei den neuesten Holzfunden ist Eile angeraten, sie müssen umgehend konserviert werden. Sobald die Überreste nicht mehr durch den Boden geschützt sind, geht der Zerfall nämlich sehr schnell vor sich.

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