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MODE

Shoppen ohne Reue entzückt die Damen

Wer von fair produzierter Kleidung überzeugt sein wollte, war bei der Fairtrade-Modenschau im Regensburger Degginger richtig.
Von Laura Lindner, MZ

  • Fair produzierte Mode aus Regensburg kam bei den Zuschauern bestens an und weckte Kauflust. Foto: Lindner

Regensburg.„Erziehung durch Verführung“, so nannte die Jury des fairen Handelspreises das Konzept von Michaela Gielgens Altstadtladen Ludwig 3. Gielgen gewann 2010 den Preis in der Kategorie Textilhandel und schickte Models mit aktuellen Outfits aus ihrem Geschäft auf den Laufsteg im Degginger. Die erste faire Modenschau in Regensburg, bei der auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mitlief, lockte viele Zuschauer in das Kulturzentrum.

Die Pflicht der Verbraucher

Die von der Steuerungsgruppe „Fairtrade Town Regensburg“ initiierte Veranstaltung brachte es auf über 180 Gäste, die von der Moderatorin Petra Stickl durch den Abend geführt wurden. Diese betonte vor allem die Schuldigkeit des Konsumenten: „Man sollte bei jedem Einkauf auch an die Menschen denken, die unsere Kleidung herstellen.“ Vor allem auf faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen solle geachtet werden, so Stickl.

Den Anfang der Schau machte Kornelia Hortig, die ihren Altstadtladen JALA unter dem Motto „natürlich, fair und stylisch“ seit vielen Jahren führt. Die Models präsentierten Kleider, Hosen, Blusen und auch Taschen auf dem Laufsteg und bekamen vom Publikum einen tosenden Applaus.

Pariser chic in Regensburg

Im Anschluss stellte die Modedesignerin Julia Eichinger ihren Laden mit dem Namen MarieJuliee vor. Die Designerin entwirft zweimal pro Jahr ihre eigenen Kollektionen und als Maßschneidermeisterin kann sie diese ihren Kunden auch noch passgenau auf den Leib schneidern. Vor allem der 50er-Jahre-Stil habe es ihr angetan, sagte Eichinger. Petra Stickl lobte das Design mit den Worten „Pariser chic“ und schickte die Models auf den Laufsteg.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der Show: „Super schöne Kleidungsstücke, da ist für mich sicher auch etwas dabei“, bemerkte eine Regensburgerin. Die Inhaberin der Boutique Kocon, Gisela Zintl, betreibt ihr Geschäft seit zehn Jahren und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen mit ihrer Mode glücklich zu machen: „Eine Frau mit Naturprodukten schön anzuziehen, macht mir unheimlich viel Spaß“. Denn gesunde Produkte auf der Haut seien genauso wichtig wie eine richtige Ernährung, bekräftigte Zintl.

Bürgermeisterin als Model

Eines der Highlights am Donnerstagabend war der Auftritt von Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Die Bürgermeisterin präsentierte ein Outfit in leuchtenden Pastellfarben. Als neues Model sehe sich die Bürgermeisterin aber nicht, sagte sie im Anschluss an die Modenschau. „Der Stress, den die Models hinter der Bühne haben, ist wirklich groß.“

Michaela Gielgen bezeichnete ihren Laden in der Ludwigstraße als modernen Tante Emma Laden. Für sie zeigten die Models sowohl schicke Kleidung als auch Sport- und Jogging-Mode. „Das Geschäft ist sinnerfüllend“, sagte die Händlerin. Sie habe jeden Tag mehr Spaß bei der Arbeit.

Die Präsentation der Models kam bei den Gästen gut an: „Sie modeln, als hätten sie nie etwas anderes getan.“ Dafür bekamen die Frauen und Männer als Dankeschön eine fairtrade Schokolade von Maria Simon, Bündnis 90/Die Grünen, überreicht.

Eine Regensburger Kunststudentin kommentierte: „Der originelle Style und die ausgefallene Mode hat mir bei der Modenschau am besten gefallen.“ Und auch Petra Stickl meinte: „Das schreit nach einer Wiederholung!“

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Foto: Lindner

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