MyMz
Anzeige

Diskussion

Sie bleibt dabei: Parken wird teurer

„Je weiter in der Innenstadt, desto teurer muss es werden“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer im Presseclub.
von Heike Haala

Andrea Jakob, stellvertretende Chefredakteurin der Mittelbayerischen Zeitung, fühlte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Donnerstagabend zusammen mit Ernst Waller, Chef der Lokalredaktion Regensburg, (v. l.) auf den Zahn. Foto: altrofoto.de
Andrea Jakob, stellvertretende Chefredakteurin der Mittelbayerischen Zeitung, fühlte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Donnerstagabend zusammen mit Ernst Waller, Chef der Lokalredaktion Regensburg, (v. l.) auf den Zahn. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) hält daran fest: Das Parken in Regensburg muss teurer werden. Schon länger sei es im Gespräch gewesen, dass die Besucher der Altstadt in Zukunft am Stadtrand parken sollen, um dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter ins Zentrum zu fahren, sagte sie am Donnerstagabend im Regensburger Presseclub.

„Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwortet“, heißt unsere aktuelle Mini-Serie. Sehen Sie hier den ersten Clip:

Teil 1: Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwort

Dort befragten sie Andrea Jakob, stellvertretende Chefredakteurin der Mittelbayerischen Zeitung, und Ernst Waller, der Leiter der Lokalredaktion Regensburg, zu ihren Plänen für die Stadt, etwa was die Themen Verkehr, Wohnungsbau und eine eventuelle OB-Kandidatur ihrerseits für die SPD bei den Kommunalwahlen im Jahr 2020 angeht.

Es sei oft teurer mit dem ÖPNV zu fahren, als mit dem Auto in der Innenstadt unterwegs zu sein und dort zu parken, monierte die Bürgermeisterin während der Podiumsdiskussion. „Das kann es nicht sein. Wir erhöhen alle zwei Jahre regelmäßig die Busticketpreise. Wir haben aber die Parktickets in den Altstadtparkhäusern seit 2003 nicht erhöht. Das passt nicht zusammen.“ Im Sinne der Luft schwebt ihr eine Staffelung vor: Je weiter in der Innenstadt geparkt wird, desto teurer muss es werden. Dafür will sie die Altstadtkaufleute, den RVV und das Stadtwerk einbinden. Vor der Umsetzung dieser Pläne müssten aber etwa erst die Mobilitätsdrehscheibe und das Parkhaus an der Gräßlschleife fertig sein.

„Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwortet“, heißt unsere aktuelle Mini-Serie. Sehen Sie hier den zweiten Clip:

Teil 2: Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwort

Ein weiteres Thema des Abends war eine mögliche Kandidatur Maltz-Schwarzfischers als Oberbürgermeisterin bei den Kommunalwahlen im Jahr 2020. „Natürlich kann ich mir vorstellen, dieses Amt auszuüben, ich tue es ja gerade“, sagte Maltz-Schwarzfischer. Die Entscheidung darüber werde ihre Partei treffen – vor der Sommerpause. Vorher werde sie sich nicht positionieren.

Jakob und Waller hakten auch zum Thema Stadtbau nach. Seit Herbst ist klar: Der Vertrag des damaligen Geschäftsführers Joachim Becker wird nicht verlängert. Aktuell ist sein Posten vakant. Über seine Arbeit sagte Maltz-Schwarzfischer: „Alles, was vorher war oder wie die Stadtbau und wie natürlich Herr Becker als Geschäftsführer agiert hat, war ja im Sinne des Baus und von Wohnungen durchaus positiv.“ Die Koalition will die Stadtbau aber wieder „sozialer aufzustellen“. Etwa mit dem inzwischen installierten Sozialmanagement. Es gebe aber auch immer Dinge, die darüber hinausgehen können. „Das wir jetzt noch nicht so weit sind, das liegt an anderen Dingen und das liegt auch nicht an Herrn Becker“, sagte die Bürgermeisterin. Aber natürlich werde die Stadtbau neue Akzente bekommen.

„Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwortet“, heißt unsere aktuelle Mini-Serie. Sehen Sie hier den dritten Clip:

Teil 3: Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwort

Der Abend startete mit einem Schwenk zurück in den Oktober, als die Stadt mit dem Bürgerentscheid gegen ein RKK am Ernst-Reuter-Platz eine krachende Niederlage einstecken musste. Die Bürgermeisterin räumte ein, von der Deutlichkeit des Votums überrascht gewesen zu sein. Alle Parteien müssten vor der Kommunalwahl nun eine Antwort auf die Frage finden, was machbar und planbar sei. Das betreffe auch Kultureinrichtungen und ein RKK. „Da sind wir gerade dabei, in Ruhe neue Positionen zu finden“, sagte sie. Der Widerstand gegen den anstehenden Abriss des Wirsing-Turms verunsichert sie nicht. Für sie ist die Beschlusslage klar: Die Stadt wollte die Fläche haben. „Wie wollten nie dieses Haus“, sagte die Bürgermeisterin.

Die Debatte kam pointiert zum Schluss. Jakob und Waller gaben Maltz-Schwarzfischer Satzanfänge vor, die sie vollendete. Einer davon lautete: „Meine erste Fahrt mit der Stadtbahn ...“ – „... wird eine Party“, sagte die Bürgermeisterin.

„Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwortet“, heißt unsere aktuelle Mini-Serie. Sehen Sie hier den vierten Clip:

Teil 4: Bürger fragen, die Bürgermeisterin antwort

Zuletzt war es an den Mitgliedern des Presseclubs aus dem Publikum, Fragen zu stellen. Dabei meldete sich auch Hans Scherrer, er war bis zu seinem Ruhestand Redakteur der Mittelbayerischen, zu Wort und wollte von der Bürgermeisterin wissen, ob sie sich in Regensburg ein Verbot des Feuerwerks zu Silvester vorstellen könne. Maltz-Schwarzfischer bezeichnete sich daraufhin zwar als ein Fan von Feuerwerken, sagte aber auch, dass sie ein Verbot in der Altstadt persönlich begrüßen würde. Immerhin gebe es inzwischen Partygänger, die an diesem Abend im wahrsten Sinne des Worts querschießen oder auch Feuerwerksbatterien, die nicht mehr zu stoppen sind, wenn ihre Lunte erst einmal brennt. Weiterhin wisse sie von Menschen, die inzwischen deswegen zum Jahreswechsel lieber nicht mehr in die Stadt gehen, weil sie so entspannter feiern könnten. „Eine Überwachung wird schwierig“, sagte sie. Dennoch lasse sie das gerade überprüfen: Man könne das auch einfach ausprobieren.

Weitere Nachrichten aus Regensburg finden Sie hier.

Aktuelle Nachrichten von mittelbayerische.de jetzt auch über WhatsApp. Hier anmelden: https://www.mittelbayerische.de/whatsapp.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht