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Fest

Sieben Brauereien feiern Tag des Bieres

Seit 503 Jahren gilt das Bayerische Reinheitsgebot. Die Regensburger Brauordnung ist sogar noch einige Jahrzehnte älter.
Von Tino Lex

Tausende Besucher kamen 2018 zum Tag des Bieres am Haidplatz. Archivfoto: Lex
Tausende Besucher kamen 2018 zum Tag des Bieres am Haidplatz. Archivfoto: Lex

Regensburg.Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt ist das Bayerische Reinheitsgebot zum Bier. Vor nunmehr 503 Jahren erließen die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. am 23. April 1516 in Ingolstadt dieses Gesetz. Es regelt die Inhaltsstoffe, die im liebsten Getränk der Deutschen sein dürfen: Hopfen, Malz und Wasser.

Ähnlich traditionsreich geht es in der Regensburger Spitalbrauerei zu: Mit 5000 Urkunden, 4500 Bänden und Tausenden von Akten und Plänen reichen die Unterlagen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Das Archiv der St. Katharinenspitalstiftung bildet damit einen wesentlichen Bestandteil des schriftlichen Kulturerbes von Regensburg und seiner Region.

Prost! Mit einem eigenen Bier, dem „Georgi-Zwickl 1469“, wurde auf den Tag des Bieres angestoßen. Foto: Tino Lex
Prost! Mit einem eigenen Bier, dem „Georgi-Zwickl 1469“, wurde auf den Tag des Bieres angestoßen. Foto: Tino Lex

Ein kleines Stück Geschichte wird die Arbeitsgemeinschaft der Regensburger Stadt- und Landkreisbrauereien anlässlich des „Tag des Bieres“ 2019 nun an diesem historischen Ort zelebrieren. Am Mittwochnachmittag lud die Arbeitsgemeinschaft zur Verkostung des siebenfach gehopften „Georgi-Zwickl 1469“. Wie der neue Spitalmeister Wolfgang Lindner, Hausherr der Spitalbrauerei, erklärte, habe die Verkostung dieses ganz besonderen Bieres zwei perspektivische Bedeutungen.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Tag des Bieres 2018:

Regensburg feiert den Tag des Bieres

Regensburger Brauordnung

Zum Einen erinnert der Gerstensaft an den 550. Jahrestag der Regensburger Brauordnung. Diese ist sogar noch älter als das Reinheitsgebot von 1516. Daran erinnerte auch „Martin“ ein Stadtwächter. Der Schauspieler – ganz im Gewande von damals gekleidet – wollte ganz genau wissen, was denn alles in das Bier hinein käme. Er sei vom Stadtrat dazu beauftragt worden, mal nachzusehen, was da so liefe.

Das „Georgi-Zwickl 1469“ ist eine flüssige Reminiszenz an die am 8. Oktober 1469 in Regensburg verkündete städtische Brauordnung, die vor 550 Jahren per Erlass des damaligen Kämmerers vorgab, fürs Bierbrauen „nichtz nemen dann gersstenn mallcz hopffen und wasser und sunst ganntz nichts“. In der Brauerei Josef Goss in Deuerling setzten die sieben Brauer im März durch die Gabe von sieben verschiedenen Hopfensorten den Sondersud an, der ausschließlich beim Tag des Bieres ausgeschenkt und in 110 speziell etikettierten 0,75-l-Siphon-Flaschen verkauft wird. Als Besonderheit sind die Etiketten von den Braumeistern der Arbeitsgemeinschaft handsigniert.

Feier

Bier aus sieben Hopfen für Regensburg

Brauereien aus der Stadt und dem Landkreis machen gemeinsame Sache. Zum Tag des Bieres feiern sie ein besonderes Jubiläum.

Große Feier auf dem Haidplatz

Zum Anderen ist das „Georgi-Zwickl 1469“ Vorbote der gemeinsamen Feier der Stadt- und Landkeisbrauereien anlässlich des „Tag des Bieres“ am Samstag, 27. April 2019, ab 10 Uhr auf dem Regensburger Haidplatz. Dort und nur bei diesem Anlass wird es neben den bekannten Spezialitäten der sieben assoziierten Stadt- und Landkreisbrauereien Goss Deuerling, Prösslbräu Adlersberg, Schlossbrauerei Eichhofen, Spezialbrauerei Schierling, Brauerei Kneitinger, Brauerei Bischofshof und der Spital-Brauerei das „Georgi-Zwickl 1469“ im Ausschank und in der besonderen Abfüllform geben.

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