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So heißt die Arena ab 2020 vorerst

Der Streit um die Namensrechte der Conti-Arena ist noch nicht ausgestanden. Aber es gibt einen Arbeitstitel ab Neujahr.
Von Dr. Christian Eckl

Ab 1. Januar 2020 bekommt das Stadion einen neuen Namen. Doch der wird nur als Arbeitstitel bezeichnet. Foto: altrofoto.de
Ab 1. Januar 2020 bekommt das Stadion einen neuen Namen. Doch der wird nur als Arbeitstitel bezeichnet. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Entscheidungen werden nicht mehr getroffen in Sachen Namensrechte für das bisher Continental-Arena genannte Fußballstadion. Zuletzt trafen sich Vertreter der Stadt mit Vertretern des Fußballvereins am 11. Dezember, um über die Namensvergabe zu diskutieren (die Mittelbayerische berichtete). Doch weil weder ein neuer Sponsor ab 1. Januar 2020 gefunden wurde, noch eine Einigung über die Namensvergabe getroffen wurde, wird die Arena ab Neujahr einen Übergangsnamen erhalten.

Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra bestätigte am Wochenende auf Anfrage: „Für den Übergang wird das Fußballstadion ,Arena Regensburg‘ heißen.“ Die Sprecherin sagte auch: „Ab 1. Januar kann das Stadion ja nicht mehr Continental-Arena heißen.“ Damit bestätigte sie, dass der Namenszug der Arena ab 1. Januar verschwinden muss. Bei der Stadt gibt es laut Verantwortlichen die Befürchtung, dass man ein Problem mit dem EU-Vergaberecht bekommen würde, wenn der Name Continental-Arena noch nach dem 1. Januar 2020 verwendet werden würde.

Namensrechte

Jahn will den Arena-Paten selbst finden

Im Streit um den Namen für die Conti-Arena hat der Zweitligist vorgelegt. Er bietet an, ab 1. Januar 2020 einzusteigen.

Auch Stadtwerke-Sprecher Martin Gottschalk hatte der Mittelbayerischen bereits früher bestätigt, dass auch das Corporate-Design des Stadions geändert werden muss. Bislang gibt es noch eine aktive Website, deren URL sogar den Namen Continental enthält: Auf continental-arena.com vermarkten die Stadtwerke, die das Stadion betreiben, die Veranstaltungsräume der Arena. Prospekte, Kugelschreiber und weitere Materialien müssen nun aus dem Verkehr gezogen werden. Sie würden intern weiter benutzt, dürften aber nicht mehr ausgegeben werden.

Vergabe

Stadt rudert bei Arena-Namen zurück

Bislang beharrte das Rathaus auf eine Ausschreibung der Namensrechte für das Stadion. Jetzt relativiert man diese Auslegung.

Dennoch wird es sich wohl kaum lohnen, das Werbematerial nun für den Namen „Arena Regensburg“ umzuschreiben. Denn noch ist offen, wie es mit den Namensrechten weitergeht. Die Verantwortlichen von Stadt und Jahn werden sich nach Informationen aus informierten Kreisen erst im neuen Jahr wieder treffen. Möglich ist nach wie vor, dass sich die Stadt rechtlich dazu gezwungen sieht, die Namensrechte auszuschreiben. Der Jahn hatte demgegenüber darum gebeten, selbst die Namensrechte vermarkten zu dürfen. Doch bei der Stadt stellt sich die Frage, was geschehen würde, wenn der Jahn mehr einnehmen würde, als Conti bereit war im Jahr für die Namensrechte zu bezahlen – nämlich 500 000 Euro. Müsste der Jahn diese Mehreinnahmen dann an die Stadt abführen? Unklar.

Stadion

Arena-Name: Eine Lösung ist in Sicht

Eine Ausschreibung wird laut Koalitionären unwahrscheinlicher. Am Ende könnten die Regensburger entscheiden.

Aus der Rathaus-Koalition wurde zwischenzeitlich allerdings ein anderer Vorschlag publik, der den gordischen Knoten lösen könnte. Die Namensrechte würden einfach überhaupt nicht mehr vergeben, sondern der Bürger wird aufgefordert, über einen Namen abzustimmen. „Arena Regensburg“ könnte dabei ebenso zum Zug kommen wie etwa „Jahn-Arena“ oder „Ostbayern-Stadion“. Ob es soweit kommt, ist allerdings noch völlig offen.

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