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Wahl

So heißt die Regensburger Arena ab Juli

Die Ostbayern konnten darüber entscheiden, wie das Stadion heißen soll. Ein Name hat sich mit großer Mehrheit durchgesetzt.
Von Dr. Christian Eckl

Derzeit heißt das Stadion noch Regensburg Arena. Doch ab 1. Juli vergibt der Jahn das Namensrecht. Foto: Tino Lex
Derzeit heißt das Stadion noch Regensburg Arena. Doch ab 1. Juli vergibt der Jahn das Namensrecht. Foto: Tino Lex

Regensburg.Seit 8. März steht das Ergebnis fest: Vier Namen standen online zur Abstimmung, einer hat sich durchgesetzt. Demnach wird der neue Name der Arena den Fokus nicht auf Ostbayern, wohl aber auf den Verein und auf den Standort Regensburg legen. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat ebenfalls abgestimmt. Nach Informationen der Mittelbayerischen stimmte sie auch für den Namen, der sich durchsetzte.

„Es ist richtig, ich habe für Jahnstadion Regensburg gestimmt“, sagte die Bürgermeisterin auf Anfrage der Mittelbayerischen. Wie die Stadt Regensburg und der SSV Jahn Regensburg jetzt offiziell bestätigten, stimmten 78,02 Prozent der Online-Befragten für Jahnstadion Regensburg. Der Jahn hatte den Fokus auf Ostbayern gelegt, seit vielen Jahren versucht man, über Regensburg hinaus den Fußballverein als sportliche Größe zu etablieren. Doch der Begriff Ostbayern ist nicht unumstritten: In Passau beispielsweise votierten einer Online-Umfrage eines Medienhauses zufolge 60 Prozent von insgesamt 1000 Teilnehmern für den Namen „Jahnstadion Regensburg“. Nicht mal auf den zweiten Platz schaffte es Ostbayern im Namen der Abstimmung zufolge: 25 Prozent hatten dort für „Arena Regensburg“ gestimmt.

Ergebnis wurde notariell bestätigt

Mit Spannung wurde bei der Pressekonferenz das offizielle Ergebnis erwartet. Foto: Dr. Christian Eckl
Mit Spannung wurde bei der Pressekonferenz das offizielle Ergebnis erwartet. Foto: Dr. Christian Eckl

In der rechtlich verbindlichen Abstimmung des Jahn hat sich dieses Ergebnis nach Angaben von Insidern bestätigt. Zwischen 1. und 8. März hatten alle Ostbayern und die Mitglieder des Jahn die Möglichkeit, online aus vier Namen auszuwählen. Zur Wahl standen „Jahnstadion Regensburg“, „Jahnstadion Ostbayern“, „Arena Regensburg“ und „Ostbayernstadion“. Am Montag wurde das Ergebnis von einem Notar festgestellt.

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Vorangegangen war zunächst ein Tauziehen darüber, ob der Name des Stadions ausgeschrieben wird. Im November letzten Jahres hatte der bisherige Sponsor Continental aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung einen eigentlich schon aufgesetzten Vertrag mit der Stadt über weitere fünf Jahre Namens-Sponsoring überraschend doch noch gecancelt. Der Jahn hatte sich schnell positioniert, da der Verein befürchtete, bei einer europaweiten Ausschreibung könnten Konkurrenten der aktuellen Sponsoren auf den Plan treten.

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Die Kuh vom Eis holte man bei der Stadt mit der Idee, den Namen gar nicht mehr zu vergeben, sondern gegen eine Leistung des Jahn diesem als einzigen Mieter der Arena den Namen mit den Fans aus ganz Ostbayern zu suchen. Doch die Stadt stellte hohe Anforderungen: Zum einen müssten die Ostbayern darüber abstimmen dürfen, wie die Arena künftig heißen soll. Zum anderen musste der Jahn die Online-Abstimmung mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, beispielsweise eine wissenschaftliche Begleitung und eine technische Absicherung des Verfahrens, versehen.

Jahn und Stadt bringen das Wappen an

So soll der neue Schriftzug aussehen. Foto: Dr. Christian Eckl
So soll der neue Schriftzug aussehen. Foto: Dr. Christian Eckl

Der Vertrag zwischen Jahn und Stadt sieht vor, dass der Fußballverein das Recht zur Vermarktung der bisher für Conti reservierten Bandenwerbeflächen oberhalb der Nord- und Westtribüne erhält. Zudem kann der Business-Bereich der Loge, die bislang vom Ex-Sponsor Continental genutzt wurde, vermarktet werden. Zudem kann der Jahn sein Logo an allen vier Seiten des Stadions anbringen. Doch auch der Stadtschlüssel, das Regensburger Wappen, soll dort angebracht werden. Damit hätte man den neuen Namen „Jahnstadion Regensburg“ sogar bildlich dargestellt.

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Der Jahn muss für das Namensrecht 250000 Euro bezahlen. Das ist die Hälfte des Betrags, den Conti im Jahr 2020 hätte zahlen müssen, wenn das Unternehmen der Vertragsverlängerung zugestimmt hätte. In der Dritten Liga wären es nur 125000 Euro. Der Vertragsbeginn ist auf den 1. Juli 2020 datiert, er läuft fünf Jahre. Der Jahn hat ein Verlängerungsrecht bis 2030, auch eine Option für 2035 steht in dem Papier. Der Namenszug wird zusammen mit Wappen der Stadt und Logo des Jahn an mehreren Seiten angebracht.

Das Fußballstadion in Regensburg hat einen neuen N

Intern wird offenbar noch darüber diskutiert, ob man den neuen Namenszug dort anbringt, wo bisher die großen Lettern von Continental prangten. Die Sicht von der Autobahn auf den Schriftzug war zwar sehr gut, aber offenbar könnte eine geplante Lärmschutzwand für eine Versetzung des Schriftzugs sorgen. Bis zum 1. Juli, wahrscheinlich schon weit vorher, soll der Schriftzug dort hängen.

Am Donnerstag will Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer das Ergebnis der Befragung bekanntgeben. Sie hat ja, siehe oben, für „Jahnstadion Regensburg“ gestimmt.

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