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Einzigartig

Spanisches Kulturfestival startet durch

Bei der 12. Ausgabe des Kulturfestivals „cinEScultura“ in Regensburg stehen ab 24. April Chile und Madrid im Mittelpunkt.
Von Michael Scheiner

Das Festivalprogramms von cinEScultura 2019 ist bekannt.  Foto: Michael Scheiner
Das Festivalprogramms von cinEScultura 2019 ist bekannt. Foto: Michael Scheiner

Regensburg.Angefangen hat es mit Pedro Álvarez Olañeta vom Institut für Romanistik und vier Studierenden. Das war im Jahr 2008. Bereits damals erwachte „cinEScultura“ als Projektseminar zum Leben. Mittlerweile ist es in seiner Art als spanisches Film- und Kulturfestival einzigartig in Deutschland.

Pedro Olañeta ist „als Kopf, Herz, Gründer und Ideengeber“, wie ihn Dr. Antonia Kienberger bei der Pressekonferenz zur zwölften Ausgabe vorstellt, immer noch dabei. Unterstützt wird er von 15 Studierenden, einem multikulturellen Team aus verschiedenen Studiengängen. Auch spanische und deutsche Kulturinstitutionen und Sponsoren, die das leidenschaftliche Engagement der Hispanophilen gut finden, sowie der deutsch-spanische Verein El Puente zählen zum Unterstützerkreis.

Für die Macher liegt die Bedeutung von „cinEScultura“ in seiner kulturellen Brückenfunktion. Als nichtkommerzielles Event ist es Brücke zwischen Kontinenten, widmet sich abwechselnd einer spanischen Region und einem lateinamerikanischen Land in besonderem Maß. Heuer steht neben der Metropolregion Madrid die Republik Chile im Zentrum des vielfältigen Programms aus Filmen, Konzerten, Ausstellungen und Vorträgen.

Bei freiem Eintritt findet am 24. April (20 Uhr) die Eröffnungsfeier im Ostentor Kino und der Kinokneipe statt. Dabei werden Kurzfilme aus den drei Programmen „Madrid en Corto“ und „Premio cinEScultura 1 und 2“ gezeigt, das chilenische Trio Fronteras Dispersas spielt einen bunten Mix aus Rock. Pop, Jazz und Trova Musik mit „einer ordentlichen Dosis lateinamerikanischen Temperaments“. Später bringt Mr. Mojo bei einer DJ Session Beats zum schwingen und lockt das Regensburger Partyvolk ins Zelt hinterm Kino. Zwei Monate später sind die Chilenen erneut beim diesjährigen Bürgerfest zu hören.

Vom Thriller zum Liebesfilm

Nach wie vor dominieren Filme das Festival. Dabei reicht die Spanne vom packenden Politthriller „El Reino/Das Reich“ von Rodrigo Sorogoyen über den ungewöhnlichen Liebesfilm „Carmen y Lola/Carmen und Lola“, das düster-magische Folkmärchen „The Wolf House/La Casa Lobo“ in Stop-Motion-Technik bis zum über dreistündigen Epos „und auf einmal der Sonnenaufgang“. Dieser mehrfach als bester Film ausgezeichnete Streifen voller Landschaften und liebevoll gezeichneter Charaktere liegt Amelie Moser besonders am Herzen. „Es ist mein Lieblingsfilm“, verrät die Festivalkoordinatorin, die das chilenische Filmangebot im Einzelnen vorstellte. Den dokumentarischen Musikfilm „El Viaje/die Reise“ mit dem Bassisten der deutschen Punkband „Die Ärzte“, Rodrigo Gonzalez hob sie eigens hervor.

Programm-Infos

  • Programmheft:

    Das Programmheft, das landeskundliche Infos zu Chile und Madrid enthält, ist bislang nur als Download über www.cinescultura.de erhältlich.

  • Print:

    Eine gedruckte Version mit Infos zu Regisseuren und Künstlern, die als Gäste nach Regensburg kommen, um ihre Filme vorzustellen, liegt zur Eröffnung der Ausstellung Tourismus-Plakate am 10. April in der Stadtbücherei vor.

Im Programm der spanischen Filme, darunter viele aus der Madrider Region, stechen etliche national und international ausgezeichnete Streifen renommierter Regisseure hervor. „Zusammen sind Filme unserer Auswahl mit insgesamt 21 Goyas“, dem wichtigsten spanischen Filmpreis, ausgezeichnet worden, weist Olañeta auf die „hervorragende Qualität der Filme bekannter Regisseure“ hin. „Alleine etliche neue Filme“, von denen mehrere als Premiere für Deutschland gezeigt werden, sind schon mit 16 Goyas gewürdigt worden.

Waren in den vergangenen Jahren mehrfach Künstler beim Musik- und Konzertprogramm eingeladen, die wie Rosalia heute international gefeierte Stars sind, stehen mit Josele Santiago (25. April, Degginger) und dem Saxofonisten Jorge Padro (30. April, Leerer Beutel) erneut Berühmtheiten auf der Bühne. Pardo, der als Flötist Flamenco-Legenden wie Paco de Lucia und Camarón de la Isla begleitet und mit Chick Corea gespielt hat, kommt mit dem galizischen Kin Garcia Trio nach Regensburg.

In Regensburg fast unbekannt

„Vielleicht kommt Ihnen das spanisch vor“, sagte Olañeta und spielte auf die Unkenntnis der Bedeutung dieser Künstler hierzulande, die in der spanischsprachigen Welt zu den großen Stars gehören, an. Das Duo Cellar stellt iberoamerikanische- und klassisch-europäische Kompositionen (7. Mai, 19.30 Uhr) in der Hochschule für Kirchenmusik vor.

Mehrere Ausstellungen, darunter Fotos von einer Reise durch die spanischsprachige Welt von Jana Cerna (ab 24. Mai, Stadtbücherei) und über die ersten spanischen Tourismusplakate (11. Mai, Stadtbücherei), gehören zum Programm. Ebenso eine Lesung mit Paul Indengaay, der am 9. Mai bei Dombrowsky aus seinem neuen Roman „Königspark“ liest.

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