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Treffen

Spaß und Inklusion bei Waldolympiade

Im Walderlebniszentrum bei Sinzing erfuhren Behinderte und Nichtbehinderte viel über die Natur und freundeten sich dabei an.

Im Walderlebniszentrum bei Sinzing mussten Felle von Tieren zu den passenden Bildern gelegt werden. Foto: Christa Weiß
Im Walderlebniszentrum bei Sinzing mussten Felle von Tieren zu den passenden Bildern gelegt werden. Foto: Christa Weiß

Regensburg.„Das war gelebte Inklusion und es hat den Erwachsenen ebenso wie den Kindern großen Spaß gemacht.“ Dieses Fazit zogen Uta Silberbach-Häusler, die Vorsitzende des Vereins „Wir Dabei“ und Harald Kellner, Vizepräsident des Lions Clubs Regensburg, nach einer gemeinsamen Aktion im Walderlebniszentrum bei Sinzing.

Sich bei einer Freizeitaktion kennen und verstehen zu lernen, war das Ziel. Der Lions Club will den Verein Wir Dabei nicht nur finanziell unterstützen, sondern bei der gesellschaftlichen Integration behinderter Menschen im Alltag mitwirken, betonte Harald Kellner. Und so trafen auch Mitglieder des Clubs mit ihren Familien im Wald bei Sinzing mit Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Wohnprojekt W.I.R. – Wohnen Inklusiv Regensburg, mit Angehörigen, Betreuern und Vereinsmitgliedern.

Die Leitung des Walderlebniszentrums, Försterin Kathrin Düser, hatte mit Vertretern des Vereins und den Lions ein Programm ausgearbeitet.

Froh sein über Füchse

In drei Gruppen führte Kathrin Düser zusammen mit den Forstwirtschaftsmeistern Albert Köglmeier und Franz Praun bei der Erkundung des Waldes. Bei einer Waldolympiade konnten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen außerdem mit Wissen glänzen und noch viel dazulernen.

Bei einer Station galt es, Blätter und Früchte den Baumstämmen zuzuordnen. Die Teilnehmer lernten auch, wie Kiefernzapfen über das Wetter Auskunft geben: Bei feuchter Luft und Regen gehen sie zu und bei Trockenheit springen sie auf. Und warum findet man im Wald keine Tannenzapfen? Weil diese aufspringen und zerbröckeln, bevor die Reste zu Boden fallen. Gibt es im Wald viele Bucheckern, dann gibt es auch viele Mäuse, informierten die Waldpädagogen. Mäuse fressen Wurzeln. Deshalb darf man froh sein über Mäuse fressende Füchse. „Eine Fuchsfamilie kann an einem einzigen Tag schon mal an die 200 Mäuse vertilgen“, weiß Franz Praun.

Der Boden ist noch trocken

Eindrucksvoll demonstrierten die Waldpädagogen, dass der Regen der vergangenen Wochen alles andere als ausreichend war. Zusammen mit den Kindern musste Praun im Waldboden nur etwa zehn Zentimeter tief graben, bis trockener Untergrund zum Vorschein kam. Somit lechzt der Waldboden nach Wasser. An weiteren Stationen durften Teilnehmer Eicheln, Fichtenzapfen, ein Fell oder Steine ertasten. Viel Geschicklichkeit erforderte es, Blätter mit einer Angelrute an Bäume zu hängen. Behinderte und nicht behinderte Teilnehmer gaben sich Tipps und unterstützten sich.

So kamen viele miteinander ins Gespräch und freundeten sich an. Bei einem Picknick im Freien fand der gemeinsame Nachmittag einen gemütlichen Ausklang.

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