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SPD nominiert Maltz-Schwarzfischer

Die amtierende Regensburger Bürgermeisterin wurde offiziell als OB-Kandidatin aufgestellt. Sie erhielt 37 von 41 Stimmen.
Von Gabi Hueber-Lutz

Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist OB Kandidatin der SPD. Foto: Hueber-Lutz
Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist OB Kandidatin der SPD. Foto: Hueber-Lutz

Regensburg.Nun ist es offiziell: Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist Kandidatin der SPD für das Oberbürgermeisteramt der Stadt Regensburg. 37 der 41 stimmberechtigten Delegierten sprachen sich für die Frau aus, die seit der Suspendierung des Oberbürgermeisters Anfang 2017 de facto an der Spitze der Stadt steht. Eine Stimme war ungültig, drei Delegierte enthielten sich. Keine Stimme gab es für Josef Reithmair, der selber seinen Hut in den Ring geworfen hatte.

Blick in die Glaskugel

Juba Akili, der Chef des SPD-Stadtverbands, schwor die Genossen auf einen Wahlkampferfolg ein, der getragen ist vom Zusammenhalt und dem Fokussieren auf ein Ziel. Er sei sich absolut sicher, dass die SPD Erfolg haben werde: „Ich habe die Glaskugel, ich sehe das.“

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Schindler prophezeite, dass es in Regensburg einen harten Wahlkampf geben werde. Die Landtagsabgeordnete Margit Wild bescheinigte Maltz-Schwarzfischer Beständigkeit, Kompetenz und den Mut, die Dinge beim Namen zu nennen.

Die Kandidatin hielt eine sehr persönliche Rede mit viel Herzblut und beleuchtete eine große Anzahl von Handlungsfeldern in der Stadtpolitik. Sie sparte auch den ganzen Komplex um den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs nicht aus. Seit dem 18. Januar 2017 „leben wir wie in einem schlechten Film, unerträglich für die gesamte Stadtgesellschaft“. Auch vor dem nun gesprochenen Urteil stehe man ratlos und frage sich, welches Signal das aussende. Erste Aufgabe sei es damals gewesen, alles wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Die „Dauerkrisensituation“, die entstanden sei, habe man gut gemeistert. Maltz-Schwarzfischer zählte auch viele Dinge auf, die erreicht worden seien. Zum Beispiel greife die Wohnbauoffensive der Stadt. Großen Wert legte sie darauf, alle Menschen bei den anstehenden Entwicklungen mitzunehmen. Beispiel Smart City mit allen Vernetzungen: Das Smartphone werde dann „in den Warenkorb der Grundsicherung“ gehören.

Notfalls Schulden machen

Die wirtschaftliche Lage bezeichnete die Bürgermeisterin als gerade ziemlich unübersichtlich. Auch Regensburg sei davon betroffen, da der Standort automobillastig sei. Die Gewerbesteuer breche ein, Regensburg habe aber einen „gigantisch niedrigen Schuldenstand“ und viele Rücklagen. Damit könne man wohl auch noch den übernächsten Haushalt finanzieren. Wenn nötig, werde man für Zukunftsinvestitionen zum Beispiel im Bereich der Bildungseinrichtungen auch Schulden machen müssen.

Ausdrücklich verteidigte sie die Arbeitsmarktzulage der Stadt zum Beispiel für Erzieherinnen. Eine Stadtverwaltung könne nicht funktionieren, wenn sie Stellen nicht besetzen kann. Beim Thema Umwelt habe man sich in Regensburg schon auf den Weg gemacht, aber man müsse noch mehr tun und es müsse schneller gehen. Schon nach der Rede von Maltz-Schwarzfischer brandete großer Applaus auf und es gab stehende Ovationen. Nachdem das Ergebnis feststand, bedankte sich eine entspannte OB-Kandidatin bei ihren Genossen.

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