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Spende für die neue Synagoge

Mit dem Bau am Brixener Hof ist die jüdische Gemeinde wieder im Zentrum.
Von Therese Wimmer

Bündnis-Grüne überreichen einen „Baustein“ für die Synagoge.Foto: Wimmer
Bündnis-Grüne überreichen einen „Baustein“ für die Synagoge.Foto: Wimmer

Regensburg.„Die jüdische Gemeinde ist wieder inmitten der Stadt angekommen. Juden haben diese Stadt mitgeprägt und ihren Teil dazu beigetragen, dass Regensburg heute Weltkulturerbe ist“, freut sich Ilse Danziger, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde.

Dieter Weber, erster Vorsitzender des Fördervereins Neue Synagoge Regensburg, sieht es als Aufgabe der Regensburger Bürgerschaft, nach den Zerstörungen jüdischen Lebens im Mittelalter und während der NS-Zeit an zentraler Stelle wieder Platz für ein jüdisches Zentrum zu schaffen. Dazu tragen Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen bei. Sie übergaben eine Spende in Höhe von 500 Euro, symbolisiert durch einen Baustein, an die jüdische Gemeinde. Diese bedankte sich mit einer Führung durch den Neubau.

Weber erzählte von der langen jüdischen Tradition in Regensburg. Urkundlich erwähnt wird eine jüdische Gemeinde schon im Jahr 1050, womit sie die älteste Gemeinde im süddeutschen Raum ist. Im Jahr 1519 wurde die damalige Synagoge am Neupfarrplatz zerstört. „Und nun, genau 500 Jahre später im Februar 2019, können wir am Brixener Hof die neue Synagoge eröffnen“, sagt Weber stolz. Der Neubau wurde nötig, da die Gemeinde mittlerweile etwa 1000 Mitglieder zählt. Es sollte ein qualitativ hochwertiger Bau entstehen. „Nicht höher als die umstehenden Gebäude, transparent und einladend“, betont Ilse Danziger.

Aber auch bestimmte Sicherheitsanforderungen müssen erfüllt sein. Im Eingangsbereich wird es ein Café geben sowie eine Sicherheitsschleuse mit Ausweiskontrolle vor dem Zugang zu den Gebetsräumen. Der Gemeindesaal bietet Platz für 200 bis 300 Personen. Im lichtdurchfluteten Gebetsraum im ersten Stock ist Platz für 120 Männer und auf einer Empore für 60 Frauen. Dazu gibt es Raum für Kinderbetreuung, Sozialarbeit und Büros. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol wünscht der Gemeinde: „Die neue Synagoge möge ein freundlicher Raum sein, wo Sie sich gerne aufhalten.“

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