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Soziales

Spender überrennen Kleiderkammer

Ein Appell des ökumenischen Helferkreises Regensburg fruchtete. Nach einer guten Stunde war das Lager voll.

Die Helfer werden zwischen den Feiertagen die vielen Spenden sortieren. Symbolbild: Arno Burgi/dpa
Die Helfer werden zwischen den Feiertagen die vielen Spenden sortieren. Symbolbild: Arno Burgi/dpa

Regensburg.Der ökumenische Helferkreis Regensburg hatte sich in der vergangenen Woche mit der dringenden Bitte um Winterkleidung für seine Kleiderkammer an die Leser der Mittelbayerischen gewandt. Wie Gerda Stauner vom Helferkreis jetzt berichtet, hat dieser Appell am Freitag vor Weihnachten binnen einer guten Stunde die Regale im Ankerzentrum in der Bajuwarenstraße gefüllt.

Hunderte von Menschen hätten Spenden abgeben beziehungsweise abgeben wollen, schrieb Stauner der Mittelbayerischen. „Leider mussten wir nach einer guten Stunde das Lager schließen, weil es einfach keinen Platz mehr gab.“ Sehr viele hätten dafür Verständnis gehabt. Stauner dankt allen Spendern herzlich.

Sonderschichten zum Sortieren

Auf seiner Internetseite kündigt der ökumenische Helferkreis an: „Wir werden zwischen den Feiertagen einige Sonderschichten einlegen, um alles zu sichten und zu sortieren.“ Die Ehrenamtlichen bitten Spender darum, ihre Sachen erst wieder ab Ende Januar in die Kleiderkammer zu bringen. Annahme ist jeweils freitags von 14 bis 16 Uhr. Was jeweils aktuell benötigt wird, ist unter www.oekumenischer-helferkreis.de zu finden.

Margot Moser-Hanshans (links), Stephanie Dimas und Gerda Stauner vom Ökumenischen Helferkreis warteten noch Mitte Dezember vor leeren Regalen auf Nachschub. Jetzt bekanken sie sich bei allen Spendern. Foto: Martina Groh-Schad
Margot Moser-Hanshans (links), Stephanie Dimas und Gerda Stauner vom Ökumenischen Helferkreis warteten noch Mitte Dezember vor leeren Regalen auf Nachschub. Jetzt bekanken sie sich bei allen Spendern. Foto: Martina Groh-Schad

Noch Mitte Dezember waren die Regale leer. „So wenig Sachen zum Verteilen hatten wir noch nie“, hatte da Margot Moser-Hanshans der Mittelbayerischen gesagt. „Über Flüchtlinge hört und liest man nicht mehr so viel wie vor zwei Jahren. Vielleicht denken viele, dass es keinen Bedarf mehr gibt.“ Doch das Gegenteil sei der Fall. Jede Woche fragten bis zu 80 Menschen nach Kleidung.

Wohltätigkeit

Wo Sachspenden gebraucht werden

Getragene Kleidung, gut erhaltene Bücher, Hundefutter: In Regensburg gibt es zahlreiche Anlaufstellen für solche Spenden.

Grund für die gestiegene Nachfrage sei vermutlich eine Gesetzesänderung, die im Herbst im Kraft trat. Flüchtlinge, die in einem anderen Land registriert wurden und zurück sollen, bekommen fast kein Bargeld und keine Gutscheine mehr. In der Kleiderkammer im Ankerzentrum in der Bajuwarenstraße dürfen sich Asylbewerber monatlich bis zu fünf Teile aussuchen. Ausgabe ist einmal wöchentlich in einem Container auf dem Gelände.

Weitere Kleiderkammern in Regensburg

In der nahen Zeißstraße betreibt Campus Asyl eine Kleiderkammer im Ankerzentrum. Die Initiative veröffentlicht den aktuellen Bedarf unter www.campus-asyl.de. Das Bayerische Rote Kreuz verteilt in seinem Laden am Hohen Kreuz ebenfalls Kleiderspenden. Die Kleiderkammer der Caritas ist aktuell wegen Renovierung geschlossen. Der Strohhalm zieht im Januar samt gespendeter Kleidung in ein neues Domizil in der Metgebergasse um. (rj)

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