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Spiel-Orte für kleine Entdecker

Auf Spielplätzen sollen Kinder nach Herzenslust toben können. Wir wollen wissen: Wie gut sind die Anlagen in Regensburg?
Von Kathrin Robinson

Einer der bislang teuersten realisierten Spielplätze in Regensburg: Die Neugestaltung des Spielplatzes an der Schönwerthstraße kostete 250 000 Euro. Emma, Jakob und Paul finden das Ergebnis mit Holzburg prima. Foto: Robinson
Einer der bislang teuersten realisierten Spielplätze in Regensburg: Die Neugestaltung des Spielplatzes an der Schönwerthstraße kostete 250 000 Euro. Emma, Jakob und Paul finden das Ergebnis mit Holzburg prima. Foto: Robinson

Regensburg.Die Sonne lacht vom Himmel, draußen ist es warm – kein Kind hält es da drinnen. Der Nachwuchs will toben, Abenteuer erleben, seine Neugierde stillen. Lebt man in der Stadt heißt es dann: Ab auf den Spielplatz! Unzählige Stunden verbringen Eltern im Sommer mit ihren Kindern auf Spielplätzen. Dabei haben sie in Regensburg die Qual der Wahl: Insgesamt 135 öffentliche Spiel- und Bolzplätze gibt es im Stadtgebiet nach Auskunft der städtischen Pressestelle. Aber was taugen sie, und wie zufrieden sind Eltern und vor allem die Kinder mit den Spielplätzen in der Domstadt? Das möchte die MZ in den kommenden Wochen herausfinden.

Wichtig für Eltern: Sicherheit

Für Eltern steht oft ein Thema besonders im Fokus, wenn es um Spielplätze geht: die Sicherheit der Kleinen. Eine Überprüfung der Spielgeräte ist laut TÜV Süd gesetzlich zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, trotzdem sind die Betreiber für die Sicherheit der Spielplätze verantwortlich. Deshalb orientieren sich die meisten an einem dreistufigen Kontrollsystem, das von einer freiwilligen DIN-Norm festgelegt wird – so auch das Gartenamt Regensburg, das für die Pflege und den Unterhalt der öffentlichen Spielplätze in der Stadt zuständig ist.

Angelika Diewald vom Gartenamt Foto: Stadt Regensburg
Angelika Diewald vom Gartenamt Foto: Stadt Regensburg

Die Spielplätze werden in drei verschiedenen Intervallen überprüft. „Wöchentliche Routine-Kontrollen werden von unseren Pflegetrupps gemacht“, erklärt Angelika Diewald vom Gartenamt. Die Mitarbeiter entfernen Scherben oder geben weiter, wenn ihnen eine Beschädigung an einem Spielgerät auffällt. Alle ein bis drei Monate gibt es zudem eine operative Inspektion, bei der die Spielgeräte genauer unter die Lupe genommen werden. „Sind die Schrauben fest? Fehlen Abdeckkappen? Solche Dinge werden da kontrolliert“, sagt Diewald. Darüber hinaus findet einmal im Jahr eine Hauptinspektion statt, die von einem externen, spezialisierten Unternehmen durchgeführt wird. Rund 180 000 Euro gibt die Stadt im Jahr für den Unterhalt ihrer Spiel- und Bolzplätze und Reparaturen von Spielgeräten aus.

In manchen Fällen reichen kleinere Reparaturen allein aber nicht mehr aus. Dann braucht es eine groß angelegte Sanierung. „Man geht bei einem Spielplatz von einer Lebensdauer von rund 20 Jahren aus“, sagt Angelika Diewald. Es komme auch immer etwas auf das verbaute Material und die Frequentierung an.

„Wir haben das aber immer im Blick und schauen, wie lange die Spielplätze noch halten“, sagt sie. Für dieses Jahr ist etwa noch die Sanierung der Anlagen an der Christliebstraße im Ostenviertel und am Langen Weg in Burgweinting geplant. Circa 200 000 Euro wendet die Stadt derzeit pro Jahr für die Erneuerung von Spielplätzen auf. Allerdings steigt diese Summe stetig. Denn: Regensburg wächst und laut Spielleitplanung der Stadt müssen alle neugebauten Quartiere mit 1,5 Quadratmetern reiner Spielfläche pro Einwohner versorgt werden – Randbepflanzung und Wege sind da noch nicht einberechnet. Das bedeutet, dass ständig neue Freizeitanlagen für Kinder in der Domstadt hinzukommen.

Dabei ist es keineswegs mehr so, dass erwachsene Planer bei Umbauten oder Neukonzeptionen von Spielplätzen über die Köpfe der Kinder hinweg entscheiden. Ganz im Gegenteil: Deren Bedürfnisse sollen im Mittelpunkt stehen.

Der Spielplatz in der Schönwerthstraße mit seiner großen Holzburg gehört zu den markantesten Spielplätzen Regensburgs. Auf dem 360-Grad-Bild können Sie sich umsehen. Klicken Sie einfach in das Bild, um zu starten, und nutzen Sie dann ihre Maus (oder ihren Finger, wenn Sie ein mobiles Endgerät nutzen), um sich im Bild zu bewegen.

Spielplatz Schönwerthstraße - Spherical Image - RICOH THETA

Kinder bringen ihre Ideen ein

„In Regensburg werden alle Spielplätze, auf denen Größeres geändert wird oder die neu gemacht werden, grundsätzlich mit der Beteiligung von Kindern geplant“, erklärt Anna Schledorn vom Amt für kommunale Jugendarbeit. Schledorn und ihre Kollegen gehen dazu an Horte oder Schulen in der Nähe des jeweiligen Spielplatzes und sammeln die Wünsche und Ideen der Kinder. Mit Schaukel, Rutsche, Sandkasten ist das bei weitem nicht getan. „Da kommt viel mehr. Die Kinder haben tolle, kreative Ideen. Die überlegen: Wie soll der Spielplatz gestaltet sein, wie kann ich klettern, welche Oberfläche sollen die Spielgeräte haben?“, erzählt Schledorn. Die Aufgabe der Spielplatzplaner ist es dann diese Vorstellungen unter der Berücksichtigung gestalterischer, pädagogischer, sicherheits- und unterhaltstechnischer Aspekte umzusetzen. Wie so ein Beteiligungsverfahren im Detail aussieht, werden wir in einem Themenschwerpunkt noch genauer vorstellen.

Zunächst jedoch wollen wir die Spielplätze in der Stadt stichprobenartig etwas genauer unter die Lupe nehmen und wissen, wie sie bei den Kindern ankommen, wie sauber sie sind und was vielleicht fehlt. Mit vier Kindern haben wir dazu auf vier zufällig ausgewählten Spielplätzen im Stadtgebiet einen Spielplatzcheck gemacht. Das Ergebnis lesen Sie am Montag auf mittelbayerische.de.

Das gibt die Stadt für Spielplätze aus

  • Anzahl:

    135 Spiel- und Bolzplätze gibt es insgesamt in Regensburg. Weil die Stadt wächst, kommen ständig neue hinzu. Die öffentlichen Spielplätze sind für Kinder ab sechs konzipiert.

  • Unterhalt:

    Die Pflege der Spielplätze (Austausch von Sand etc.) und kleinere Reparaturen an den Spielgeräten auf den Anlagen kosten die Stadt pro Jahr rund 180 000 Euro.

  • Sanierungen:

    Für größere Sanierungen und Umgestaltungen von Spielplätzen, die bereits in die Jahre gekommen sind, wendet die Stadt zurzeit circa 200 000 Euro im Jahr auf.

Schreiben Sie uns:

Wie zufrieden sind Sie mit den Spielplätzen in der Stadt? Wo sind die schönsten, wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?

Schreiben Sie uns mit dem Betreff „Spielplätze“ an:regensburg@mittelbayerische.de

Eine Liste der Regensburger Spielplätze finden Sie hier.

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