MyMz
Anzeige

Visionen

Sportstadt Regensburg: Da läuft was

Spitze an der Donau: Unter diesem Motto möchte der OB die Welterbe-City bekannter machen. Bei einem Hearing tauschten sich Wolbergs und die Clubs aus.
Von Marion Koller, MZ

Mit Wettbewerben wie dem Marathon des LLC will Regensburg international punkten. Archivfoto: altrofoto.de

Regensburg. Auf großes Interesse stieß das Sporthearing der Stadt am Donnerstagabend. Funktionäre der Vereine – vom LLC Marathon über Veloclub und Tristar bis zum Segelclub Guggenberger See – diskutierten mit OB Joachim Wolbergs und Amtsleitern. Es ging um Hallenbelegung, um Sport und Inklusion, das neue Projekt „Bewegung im Park“ und die Probleme der Vereine. Vor allem aber ging es ums Netzwerken. Der OB möchte Regensburg als Sportstadt voranbringen und dafür große Wettbewerbe wie den Arber Radmarathon fördern und nutzen. Er beweist aber auch ein offenes Ohr für die kleineren Vereine.

Auf den Vorwurf von Tobias Hammerl (ADFC, Rugby-Club) hin, es werde zu viel über die überregionale Bedeutung gesprochen, stellte er fest: „Natürlich hat die Lebensqualität viel zu tun mit Vielfalt. Aber unter Marketing-Gesichtspunkten hat der Arber-Radmarathon mehr Wert.“ Wolbergs kündigte eine Reform der Sportförderung an, die mehr Gerechtigkeit schaffen werde.

Vereine sollen sich vernetzen und gemeinsam werben

Michael Quast, der Geschäftsführer des Stadtmarketings, gab Empfehlungen, wie sich Regensburg als Sportstadt positionieren könne. Die Spitzen- und Breitensportvereine sollten sich vernetzen und ein gemeinsames Marketing betreiben. Quast wünschte sich mehr Vereinsmitglieder, mehr Zuschauer und Sponsoren.

Er arbeitet an einer Webseite www.sportstadt-regensburg.de mit Veranstaltungen, Berichten und einer Sponsoring-Börse. Den Vereinen offerierte Quast eine Marketingberatung, die Präsentation bei Events des Stadtmarketing und die Bekanntmachung von Wettbewerben, die überregional ausstrahlen. Tobias Hammerl merkte an, sein Verein, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, werde sich hüten, als eine Art Feigenblatt am Rande der „Regensburg Mobil“ aufzutreten. Solange die besten Flächen den Autos vorbehalten würden, bestehe kein Interesse.

Menschen mit und ohne Handicap sporteln gemeinsam

Koordinator Thomas Kammerl von „Regensburg inklusiv“, einem Projekt der OTH, der Katholischen Jugendfürsorge und der Stadt, kündigte für den 18. Juli den ersten Inklusionssporttag an. Behinderte und Nicht-Behinderte werden zusammen in Sportarten hineinschnuppern. Menschen mit Handicap sollten gleichberechtigt an allem teilhaben, fordert Kammerl (KJF, Kontakt: Tel. 7 98 87-227). Sie hätten selten eine Möglichkeit, Sport zu treiben. „Dabei ist Sport die ideale Möglichkeit, um Berührungsängste abzubauen“, ist Kammerl überzeugt.

Carsten Schenk von Special Olympics sagte, wer Inklusion erreichen wolle, brauche ein Netzwerk. Einige Vereine hätten schon Angebote für Behinderte und Nichtbehinderte eingerichtet, andere wollten sich erst darüber informieren. „Regensburg inklusiv“ verstehe sich als Plattform dafür. Schenk bedauerte, es fehle nach wie vor an Bewusstsein für die Lebenssituation Behinderter. Das sei aber kein Wunder, weil Menschen mit und ohne Handicap immer noch getrennt beschult werden.

Bei „Bewegung im Park“ können Passanten spontan mitmachen

Sportamtsleiter Johann Nuber und seine Mitarbeiter feilen an der neuen Reihe „Bewegung im Park“. Das wird ein Angebot für alle Altersgruppen, besonders aber für die ältere Generation. Übungsleiter werden zwischen Mai und Oktober einmal wöchentlich in verschiedenen Parks Beweglichkeits- und Koordinationstraining, Übungen zum Fitbleiben anbieten.

Das Programm wird Muskeln und Herz-Kreislaufsystem stärken, vor allem jedoch soll es Spaß machen. Für die kostenlose „Bewegung im Park“ müssen sich die Teilnehmer weder anmelden noch benötigen sie ein Sportgerät. Spaziergänger können spontan mitmachen. Johann Nuber hofft, bei dem einen oder anderen „Bewegungsmuffel“ die Freude am Sport zu wecken. Gegenwärtig sucht das Amt Übungsleiter.

Die Abteilungen konkurrieren

um die Trainingshallen

Die Hallenbelegung beschäftigt die Vereine. Ein Tristar-Sprecher klagte, es sei sehr schwierig, eine Trainingshalle zu finden. Leider würden jährlich Ort und Zeiten geändert. Dasselbe Problem äußerte Martin Diermayr vom Futsal Club Regensburg. Sein Verein sucht dringend eine Dreifach-Halle. OB Wolbergs kündigte an, die neue Dreifach-Halle des AMG werde bald zur Verfügung stehen. Für die geplante, große Leichtathletikhalle am Uni-Gelände fehle nur noch die Zustimmung des Freistaats.

Das Sportamt gab folgende neue Angebote bekannt: In einem neuntägigen Seminar in Kooperation mit dem BLSV werden im Februar oder März Vereinsmanager ausgebildet. Bisher gibt es zwölf Interessenten, 20 können teilnehmen. Die Ausschreibung wird demnächst an die Vereine gehen.

Sportamtsleiter Johann Nuber hat vor, die Flüchtlinge über den Sport zu integrieren. Ideen und Informationen sammelt eine offene Arbeitsgruppe am Sportamt. Erster Termin: Donnerstag, 30. Oktober, 16.30 Uhr.

Dr. Hermann Hage, ab November Referent für Bildung, Sport und Freizeit, möchte mit den Funktionären ins Gespräch kommen. Termine können mit Teamassistentin Sandra Eichinger unter Tel. 507-1432 vereinbart werden.

Nuber informierte über den Sanierungsstand der städtischen Sportanlagen. Oberer Wöhrd: Platz wird 2015 saniert. Weinweg: Sanierung abgeschlossen. Guerickestraße: Erledigt sind Flutlicht, Laufbahn, Gebäude, Allwetterplatz, Rasen Platz 1; 2015: Sanierung Platz 2, Tennisplätze, Volleyballfeld.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht