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Fussball

Stadion-Betreiber und Caterer reagieren

Die Wartezeiten in der Continental Arena seien vor allem technischen Problemen geschuldet, sagen Verantwortliche.
Von Norbert Lösch, MZ

Die Schlangen in der Conti-Arena sollen kürzer werden, ist das erklärte Ziel aller Beteiligten.
Die Schlangen in der Conti-Arena sollen kürzer werden, ist das erklärte Ziel aller Beteiligten. Foto: Lösch

Regensburg.Der Betreiber der Continental Arena, die Regensburger Badebetriebe (RBB), der Caterer Party-Engel und der SSV Jahn als Veranstalter haben jetzt offiziell auf die Missstände bei der Versorgung der Fußballfans im Stadion reagiert und „bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten zutiefst“.

„Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass am vergangenen Freitag Dinge passiert sind, die so für die Stadionbesucher nicht akzeptabel sind. Die aufgetretenen Probleme haben vor allem einen technischen Hintergrund. Als Stadionbetreiber sind wir nun in der Pflicht, hier eine Lösung herbeizuführen. Daran arbeiten wir derzeit intensiv“, so der für den Betrieb verantwortliche Geschäftsführer der Stadtwerke, Manfred Koller.

Voraussetzungen für reibungslosen Betrieb

Grundsätzlich sehe das Catering-Konstrukt der Continental Arena vor, dass die RBB in ihrer Funktion als Betreiber die technisch-organisatorischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb schafft. Für das Catering selbst habe die RBB „nach einem umfangreichen Auswahlprozess“ das Unternehmen Party-Engel beauftragt.

In der gemeinsamen Presseerklärung heißt es weiter: „Die RBB und das Catering-Unternehmen Party-Engel arbeiten nunmehr an umfassenden Lösungen. Der SSV Jahn unterstützt diese Bemühungen, um zukünftig eine für alle Zuschauer zufriedenstellende Versorgung zu gewährleisten.“

Dem Stadionbetreiber sei es ein Anliegen, „die Eignung und Kompetenz des Caterers zu betonen: Mit der Firma Party-Engel und der Familie Berr haben wir einen im Bereich von Großveranstaltungen sehr erfahrenen Caterer gefunden. Nicht umsonst wird auch die Donau-Arena seit bereits sieben Jahren bei Veranstaltungen und EVR-Heimspielen durch die Familie Berr bewirtschaftet“, wird Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Hermes zitiert.

Caterer will Maßnahmen umsetzen

Seitens des Caterers seien bereits „konkrete Verbesserungsmaßnahmen verabschiedet“ worden. „Diese werden zum kommenden Heimspiel des SSV Jahn am 28. August gegen Bayreuth umgesetzt: So wird neben einer verbesserten Personalkontinuität in den Cateringständen auch auf Schulungen, mittels derer unter anderem die Dienstleistungsorientierung des Personals optimiert werden soll, gesetzt.“

Außerdem, so Geschäftsführerin Sibylle Berr, werde man sich künftig noch besser auf Stoßzeiten, insbesondere auf die Halbzeit, vorbereiten. Darüber hinaus werde eine Mail-Adresse eingerichtet, unter der man Kritik und Lob direkt beim Party-Engel als Caterer platzieren könne. Kritik, Verbesserungsvorschläge, aber auch Lob können an feedback@party-engel.de gesendet werden.

Derweil bricht auch Multi-Veranstalter Peter Kittel eine Lanze für die zuletzt arg gescholtenen Stadion-Caterer. Noch bevor gestern der Betreiber mitteilte, die Probleme in der Conti-Arena seien technischer Natur, hatte Kittel nichts anderes vermutet. „Denn die Berrs sind unglaublich tüchtige, leistungsbereite Leute. Beim Romantischen Weihnachtsmarkt arbeite ich schon seit 15 Jahren mit ihnen zusammen, und nie habe ich auch nur ansatzweise einen Anlass zur Kritik gehabt.“ Die von den Besuchern geforderte Flexibilität je nach Besucheraufkommen sei vor allem dann eingeschränkt, „wenn in einer neuen Location technische Schwierigkeiten zu meistern sind. Wenn aus den Leitungen nichts mehr fließt, hilft das beste Personal nichts.“

„Im Netz wird gepöbelt“

Die Attacken gegen den Caterer hält Peter Kittel für „hochgradig ungerecht“. Wer dem Unternehmen unterstelle, es spare bewusst am Personal, habe in Sachen Großveranstaltungen keine Ahnung. „Da geht es ja auch um Umsatz – und nicht zuletzt um den eigenen Ruf.“ Der Chef des Veranstaltungsservice Regensburg hält auch wenig von den „Pöbeleien“ in den sozialen Netzwerken. „Da werden Leute verleitet, die eine oder andere Sau durchs Dorf zu treiben, ohne die Hintergründe zu kennen.“

Die Kritik an der schleppenden Versorgung in der #Continental #Arena ebbt nicht ab. Der Stadionbetreiber gelobt nun Besserung.

Posted by Mittelbayerische on Tuesday, August 18, 2015

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