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Stadt baut Uni-Stadion für Leichtathletik aus

Bürgermeister Weber will die U23-Europameisterschaft nach Regensburg holen. Vorher müssen 500000 Euro investiert werden.
Von Claudia Böken, MZ

Regensburg. „Für Regensburg wäre das ein außergewöhnliches sportliches Ereignis, so etwas hatten wir noch nie“, sagte Bürgermeister Gerhard Weber. Die Rede ist von der U23-Europameisterschaft der Leichtathleten. 2015 könnte die in der Domstadt stattfinden, wenn Regensburg den Zuschlag des europäischen Leichtathletikverbands bekäme.

Am Mittwoch will sich Weber im Sportausschuss und im Stadtrat das Plazet für die Bewerbung geben lassen. Mit etwa einer Million Euro an Ausgaben wäre zu rechnen, so die Schätzung des Deutschen Leichtathletikverbands, erläutert Weber. Rund 480000 Euro würden Unterkunft, Verpflegung sowie Shuttle-Service für ca. 1200 Sportler und ebenso viele Betreuer von und zum Flughafen München sowie zwischen den Hotels und den Sportanlagen kosten.

Eine halbe Million Euro müsste die Stadt in das Universitäts-Stadion stecken, das für die EM wettbewerbstauglich gemacht werden müsste. Unter anderem wären zwei weitere Rundlauf-Bahnen erforderlich – und damit verbunden die relativ kostenintensive Verlegung der Flutlich-Beleuchtung, deren Masten dabei im Wege stünden.

„Wir verheimlichen dem Stadtrat nichts“, sagt Weber im Hinblick darauf, dass der U23-EM - trotz eines interessanten Teilnehmerfelds - im öffentlich-rechtlichen Fernsehen keine breite Übertragungszeit eingeräumt wird. „Möglicherweise werden im bayerischen Fernsehen Ausschnitte im Rahmen von Sportsendungen gezeigt, Live-Übertragungen, wenn überhaupt, dürfte es nur auf Eurosport geben“, dämpft Weber zu hohe Erwartungen bezüglich der Werbewirksamkeit der Veranstaltung.

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