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Feiern

Stadt putzt sich heraus für die Feste

Das Wochenende in Regensburg steht im Zeichen der Geschichte. Tausende werden zur Öffnung von Steinerner und Museum erwartet.
Von Julia Ried und Heike Haala

Regensburg.Schon am Donnerstag waren Arbeiter mit Besen, Eimern und Schaufeln am Fuß der Steinernen Brücke zugange. Sie machten vor dem großen Fest-Wochenende auf der Baustelle sauber. Unter das Motto „Brücken bauen“ hat es die Stadt gestellt, weil die Wiedereröffnung der Steinernen nach der Sanierung im Zentrum des Welterbetags am Sonntag steht. Schon am Samstagabend öffnet das neue Museum der Bayerischen Geschichte erstmals seine Türen für die breite Öffentlichkeit.

Die Stadt rechnet mit mehreren tausend Besuchern. „Das hängt stark vom Wetter ab, aber in etwa werden zwischen 6500 und 10 000 Gäste erwartet“, sagt Stadtsprecherin Katrin Butz. „Höhepunkt wird sicherlich das Konzert am Samstagabend sein, das aber im Rahmen der Museumsfeierlichkeiten vom Haus der Bayerischen Geschichte veranstaltet wird.“ An der Eisernen Brücke tritt die bayerische Popmusikerin Claudia Koreck auf, vor ihr ab 19 Uhr die Regensburger Band Hadé. Zwischen 18 und 20 Uhr laden die Museumsmacher zu Führungen und Filmpräsentationen in ihr Haus am Donaumarkt ein. Ab 22 Uhr wird es Zentrum einer Lichtinstallation von Philipp Geist. Am Sonntagabend setzt er ab 21 Uhr Salzstadel, Brücktor und Amberger Stadel in Szene.

Kulturmeile wird gesäubert

Damit die Steinerne am Sonntag wieder sauber ist, lässt die Stadt am Morgen noch einmal ein Reinigungsfahrzeug drüberfahren. Einen Großputz gebe es nicht, sagt Peter Bächer, der Leiter des Tiefbauamts. „Wir reinigen jetzt die Brücke nicht akribisch, weil wir nach der Feier mit Baufahrzeugen und Kränen noch einmal drauf müssen.“ Auch die Thundorferstraße wird am Sonntagmorgen gesäubert, für die Kulturmeile des Welterbetages.

Dort informieren und unterhalten ab elf Uhr neben der Welterbekoordination der Stadt Vereine und Institutionen die Gäste, unter anderem mit Aktionen zum Mitmachen. So können Besucher beim Wasserparcours von Unicef das mühselige Herbeischaffen von Wasser im Mittelalter nachempfinden. Darsteller des Re-Enactment-Stammtisches schlüpfen in die Rollen von Reisenden, Bettlern und anderen Charakteren, die in der Nähe der Steinernen Brücke unterwegs waren – Besucher sind zum Mitspielen eingeladen.

Die Polizei rechnet offenbar mit friedlichen Festen. Die Bereitschaftspolizei, die zu Großeinsätzen oft zur Unterstützung anrückt, kommt diesmal nicht. „Wir machen das mit eigenen Kräften“, sagt Tanja Nuß, Sprecherin der Polizeiinspektion Regensburg-Süd. Die Inspektion überschreitet anlässlich des Wochenendes sogar ihre „Zuständigkeitsgrenze“. Sie endet eigentlich mit dem Salzstadel, wo am späten Sonntagvormittag die feierliche Brücken-Freigabe für geladene Gäste über die Bühne geht und auch eine Ausstellung zur Sanierung der Steinernen Brücke zu sehen ist. Diesmal kümmert sich die Polizeiinspektion Süd aber aus praktischen Gründen auch um die öffentlichen Führungen rund um die Steinerne Brücke ab Sonntagmittag.

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Programm auch in Stadtamhof

Auf der Jahninsel übernimmt die Polizeiinspektion Regensburg-Nord. Dort kicken am ersten Spieltag der Bananenflankenliga fünf Teams aus Kindern und Jugendlichen mit geistiger Beeinträchtigung um die Wette. In Stadtamhof öffnen Kulturinstitutionen ihre Türen für Gäste, von der Hochschule für Kirchenmusik bis zum Spitalarchiv. Außerdem spielen am Grieser Spitz schon ab Samstag die Musiker des Bunten Wochenendes für Toleranz und Demokratie. Ludwig Hastreiter, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Regensburg-Nord, rechnet trotz der Vielzahl von Veranstaltungen mit zwei ruhigen Tagen: „Die Dult haben wir hinter uns. Dieses Wochenende ist ein Klacks dagegen.“

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Auch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes werden im Einsatz sein. „Die Stadt Regensburg hat sich ein Sicherheitskonzept erstellen lassen“, erklärt Stadtsprecherin Katrin Butz.

Die Besucher erwartet ein heißes Wochenende. „Beide Tage werden hochsommerlich“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung über das Wetter am großen Festwochenende. Ihm zufolge wird es am Samstag bis zu 28 Grad warm. Am Sonntag könnten die Temperaturen auf bis zu 32 Grad im Schatten steigen. „Am Sonntag wird es schwül“, sagt Jung. Bis mittags werde es an beiden Tagen einen Sonne-Wolken-Mix geben. In den Nachmittagsstunden aber steige das Schauer- und Gewitterrisiko auf bis zu 60 Prozent an. „Diese Schauer und Gewitter können dann mitunter auch heftig ausfallen“, sagt Jung. Wann und ob es regnet beziehungsweise blitzt und donnert, sei aber nicht vorherzusagen, denn dabei handle es sich um lokale Wetterereignisse.

Alle Teile unserer Themenwoche zur Steinernen Brücke finden Sie hier.

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