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Kultur

Stadt Regensburg vergibt Musikpreis

Zum vierten Mal wird der Preis der Stadt Regensburg verliehen. Sieben junge Musiker erhalten eine Auszeichnung.
Von Elisabeth Angenvoort

Sie freuen sich auf das Preisträgerkonzert: Wolfgang Graef (Amt für musische Bildung), Melanie Brunner (Stiftungsverwaltung), Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Ingrid Mozil (Raiffeisenbank Oberösterreich) und Kulturreferent Wolfgang Dersch (von links).  Foto: Elisabeth Angenvoort
Sie freuen sich auf das Preisträgerkonzert: Wolfgang Graef (Amt für musische Bildung), Melanie Brunner (Stiftungsverwaltung), Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Ingrid Mozil (Raiffeisenbank Oberösterreich) und Kulturreferent Wolfgang Dersch (von links). Foto: Elisabeth Angenvoort

Regensburg.Seit der Musikpreis der Stadt Regensburg im Jahr 2016 erstmalig verliehen wurde, hat er sich zu einer festen Größe der Regensburger Förderpreise entwickelt. Die Kooperation zwischen Amt für musische Bildung, Sing- und Musikschule und Hildegard Schmalzl Musikstiftung hat sich zum Ziel gesetzt, junge musikalische Talente aus unterschiedlichen Bereichen zu fördern. Die Zielgruppen definieren die besten Musiker der Einrichtung jeweils selbst und können sie für den Musikpreis vorschlagen.

Zu den Voraussetzungen, die alle Bewerber erfüllen müssen, gehört die verbindliche Zusage, am Preisträgerkonzert mitzuwirken. „Das öffentliche Konzert ist die Besonderheit dieses Musikpreises“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Pressekonferenz im Haus der Musik. Hier zeige sich Regensburg einmal mehr als „Musikstadt“. Und Musik sei letztlich eine Sprache, die jeder versteht, ergänzte Melanie Brunner. Als Verantwortliche im Bereich der Stiftungsverwaltung oblag Brunner die Begleitung der „Freien Kategorie“. Es liege ihr sehr am Herzen, dass Musiker auch außerhalb der etablierten Institutionen die Chance erhalten, für den Musikpreis vorgeschlagen zu werden.

Talent, Mut und Experimentierfreude gehörten zu den entscheidenden Kriterien: „Wir wollen keine fertigen Künstler“. In diesem Jahr habe man sich unter den elf eingegangenen Bewerbungen in der „Freien Kategorie“ einstimmig für die Pop-Sängerin Theresa Michelson entschieden: „das Sahnehäubchen“, sagte Brunner.

Preisträger aus sechs weiteren Kategorien

Die Preisträger in sechs weiteren Kategorien sind Anna und Lena Manz (Klavier und Violine, Jugend musiziert); Peter Joseph Ermer (Gitarre, Domspatzen); Nicolas Speda (Komposition, Sing- und Musikschule); Michael Wehrmeyer (Violoncello, Hildegard Schmalzl Musikstiftung); Ensemble Yankee Meier (Paulina Urban, Jan Martin, Harold Merl, Luis Traspel, Nikolas Sieß und Esther Abraham, Music College); sowie der Neue Kammerchor unter der Leitung von Kunibert Schäfer (Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik).

Stolz bemerke er, dass drei Kategorien von Schülern und Ehemaligen der Sing- und Musikschule besetzt werden, sagte Wolfgang Graef, Leiter des Amtes für musische Bildung: die Kategorie Jugend musiziert, die Freie Kategorie und Komposition. Interpretin der exzellenten Viola-Komposition von Nicolas Speda ist zudem Carla Usberti, ihrerseits Preisträgerin der Hildegard Schmalzl-Musikstiftung 2019. Das mit jeweils 1000 Euro pro Kategorie dotierte Preisgeld wird bereits zum dritten Mal von der Raiffeisenbank Oberösterreich zur Verfügung gestellt. Es bedeute für die jungen Künstler „enorm viel Aufwand und Fleiß, so weit zu kommen“, betonte Niederlassungsleiterin Ingrid Mozil.

Dersch: Wichtig, junge Musiker zu fördern

Wenn es diesen Preis noch nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden, fügte Kulturreferent Wolfgang Dersch hinzu. Es sei wichtig, junge Talente finanziell zu unterstützen, doch fast noch wichtiger sei der ideelle Rückhalt: dass die Musiker gezeigt bekommen, auf dem richtigen Weg zu sein. Er bringe dieser Initiative große Anerkennung entgegen, zumal hieraus neue städtepartnerschaftliche Projekte entstehen könnten, sagte Dersch.

Ausnahmemusiker

  • Musikpreis: Eine eigenverantwortliche Jury der jeweiligen Institutionen wählt jährlich die Preisträger in sieben Kategorien.

  • Preisträgerkonzert: Das öffentliche Konzert findet am 23. November um 19 Uhr im Neuhaussaal statt. Der Eintritt ist frei. Die erforderlichen Freikarten werden von der Theaterkasse ausgegeben.

Dafür wurden die Weichen bereits gestellt: Die erst zwölfjährige Violinistin Oleksandra Chekalenko, Schülerin der angesehenen Stoliarski-Schule und Preisträgerin des Musikwettbewerbs für die Jugend aus Odessa, wird am diesjährigen Konzert mitwirken. „Ein schöner Beitrag zur Städtepartnerschaft zwischen Regensburg und Odessa“, sagte Maltz-Schwarzfischer: „Hingehen und erleben!“

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