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Gedenken

Stadt sagt: Geisterrad am DEZ muss weg

Der ADFC hätte das Geisterrad gerne länger in der Nordgaustraße stehen lassen. Doch die Stadtverwaltung lehnt das ab.

Die Idee der Geisterräder kommt ursprünglich aus den USA. Das Regensburger Bike war das Erste in Ostbayern. Archivfoto: Guggenberger
Die Idee der Geisterräder kommt ursprünglich aus den USA. Das Regensburger Bike war das Erste in Ostbayern. Archivfoto: Guggenberger

Regensburg.Seit Ende November stand an der Kreuzung am Donau-Einkaufszentrum ein sogenanntes Ghost-Bike. Es ist das Erste in Ostbayern. Aufgestellt hat es der Regensburger Ortsverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), um eines Radfahrers zu gedenken, der kurz zuvor in der Nordgaustraße von einem rechtsabbiegenden Lastwagen überfahren worden war und daraufhin gestorben ist. Dafür hatte der ADFC eine Sondernutzungsgenehmigung der Stadt Regensburg bis 31. Januar 2018 erhalten. Einen Antrag, das Geisterrad länger stehen lassen zu dürfen, hat die Stadtverwaltung nun abgelehnt. Der ADFC muss das weiß lackierte Fahrrad am Mittwochabend entfernen. Tut er das nicht, holt es die Polizei selbst ab.

Lenkt das Fahrrad ab?

Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion erklärt hat, hätten das Amt für Öffentliche Ordnung und Straßenverkehr das Thema geprüft. Weil die Verantwortlichen in den Abteilungen befürchteten, dass das Rad die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer vom Verkehrsgeschehen weglenkt und auf sich zieht, hätten sie sich gegen einen längeren Verbleib des Rads an der DEZ-Kreuzung ausgesprochen. Zudem könne das Gartenamt den Mittelgrünstreifen nicht ungehindert pflegen, wenn das Rad dort weiter steht.

ADFC kann Entscheidung nicht verstehen

Der ADFC reagiert mit Unverständnis auf die Ablehnung seiner Bitte. „Wir haben in den zwei Monaten, die das Geisterrad an der Unfallstelle stand, viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten“, erklärt Regine Wörle aus der ADFC-Vorstandschaft. Sie undihr Team seien überzeugt, dass das Rad auch künftig ein gutes Mittel wäre, um jeden Passanten daran zu erinnern, dass Fehler im Straßenverkehr die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden. Zudem habe das Rad nicht nur an den im November getöteten Radfahrer erinnert, sondern auch an alle anderen Menschen, die im Straßenverkehr gestorben sind.

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