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Steine des Anstoßes in der Ludwigstraße

Altstadt Bordsteine sollen ein barrierefreies Besteigen der Busse ermöglichen. Doch immer wieder stürzen Menschen darüber.
Von Heinz Klein, MZ

Diese Schwelle mit Markierung brachte Hella Rauert zum Stürzen. Foto: Lex

Regensburg.Die neu und schön gestaltete Ludwigstraße präsentiert sich als niveaugleiches Verkehrsfeld, was ihren Benutzern signalisieren soll: hier sind Verkehrsteilnehmer auf Beinen und Rädern gleichberechtigt. Nur am Ende des Haidplatzes und kurz vor dem Arnulfsplatz senkt sich die Fahrbahn ein wenig ab, damit sich die Benutzer des Altstadtbusses mit dem Ein- und Aussteigen leichter tun. Weil sich die Schwelle als Stolperschwelle erwies, bekam sie eine weiße Markierung. Trotzdem fliegen immer wieder Fußgänger drüber. Und vor allem jene Senioren, für die die Schwelle eigentlich eine Hilfe sein sollte.

So wie Hella Rauert. Die städtische Angestellte laborierte monatelang an einem Sprunggelenkbruch. Und sie genoss es, als sie die Krücken endlich wieder ins Eck stellen konnte. Ihr dritter Spaziergang führte sie am 28. Mai in die Arnulfsapotheke. Beim Verlassen sah sie die weiße Linie, aber nicht die Schwelle. Ihr operierte Bein tappte ins Leere, Hella Rauert stürzte. Oberschenkelhalsbruch, Notoperation, wieder Reha, wieder Krücken. Über einen ihrer Bekannten erfuhr die MZ davon und sprach mit Hella Rauert: sie hat sich bereits an die Stadt gewandt und gebeten, die Gefahrenstelle zu entschärfen, damit nicht noch andere Menschen stürzen.

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