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Abbau

Steinerne Brücke: Der Steg kommt weg

Zwei 36-Tonner demontieren ab heute den letzten Teil des Bypasses. Anwohner fiebern dem entgegen – trotz drei Sperrungen.
von Heike Haala

In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala
In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala

Regensburg.Große Freude auf beiden Seiten der Donau: Das letzte Stück Behelfssteg an der östlichen Seite der Steinernen Brücke wird abgebaut. „Es ist schön, dass er wegkommt. Es sah einfach nach Baustelle aus“, sagt zum Beispiel Brigitte Meier, Senior-Chefin in der Historischen Wurstkuchl. Auch wenn sie die meiste Zeit nichts von diesem Anblick haben wird, weil sie im Inneren der Bratwurststube für Nachschub in Sachen „Sechs auf Kraut“ sorgt, freut sie sich für die Besucher ihres Lokals: „Endlich haben sie den Postkartenblick zurück“, sagt sie. Auch auf der Stadtamhofer Seite der Donau hat sich schon Vorfreude breitgemacht. „Ich bin froh, wenn der Behelfssteg wieder weg ist“, sagt Richard Reil vom Heimatverein Statt am Hoff. Dass der Steg notwendig war, sei klar, aber abgebaut werden soll er jetzt eben auch einmal wieder, so der gestandene Stadtamhofer.

Ein Video mit Fakten zur Steinernen Brücke finden Sie hier.

Die Steinerne Brücke in Zahlen

Drei Wochen müssen sich die Regensburger nun schon noch gedulden, bis die Stahlkonstruktion komplett verschwunden sein wird. Und drei Vollsperrungen der Steinernen Brücke werden sie bis dahin noch ertragen müssen. Die erste ist in der Nacht von Sonntag auf Montag und dauert von 22 Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Wann die restlichen Sperrungen sein werden, ist jetzt noch unklar, sagt Peter Bächer, Leiter des städtischen Tiefbauamts. In den kommenden drei Wochen werden aber sicher noch zwei davon notwendig sein.

Unsere Videoreporter haben das Bruckmandl auf die Brücke zurückbegleitet:

Wir haben das Bruckmandl auf seiner Reise begleite

Show der Riesenkräne

Das sind sie, weil vier große Teile des Behelfsstegs auf die Jahninsel gehoben werden müssen. Arbeiten, die einen regelrechten Pas de deux zweier 36 Tonnen schwerer Kräne erfordern. Stars in diesem Ballettstück sind zweifelsohne die beiden Kranführer, die ihre riesigen Maschinen nahezu synchron steuern müssen, um das Stück Behelfssteg, das an ihren Auslegern baumelt, auch sicher transportieren zu können. Dabei verlassen sie sich nicht lediglich auf ihre Erfahrung im Steuern eines Krans, sondern auch auf eine Verbindung per Funk.

Wir haben noch weitere Impressionen vom Bruckmandl. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie

Die Rückkehr des Bruckmandls

Dieser Teil der spektakulären Abbauarbeiten, die unbedingt synchron zueinander ablaufen müssen, ist laut Bächer der eine Knackpunkt. Der andere ist das Wetter. Sollte der Wind zu fest wehen, muss Bächer die Aktion abblasen und verschieben. In der Vergangenheit waren die Um- und Abbauarbeiten entlang des Behelfsstegs auch immer eine Attraktion für Schaulustige. Dieses Mal wird das Spektakel am besten vom nördlichen Teil der Steinernen aus zu beobachten sein.

In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala
In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala

Das erste Brückenteil wird bereits heute Nachmittag in Richtung Jahninsel schweben. „Für seinen Abtransport ist keine Sperrung der Steinernen Brücke notwendig“, sagt Bächer. Das Teil befindet sich direkt über der Jahninsel, von wo aus die Kräne es vom Sockel hieven werden. Der Tiefbauamtschef hofft, dass diese Arbeiten vor Einbruch der Dunkelheit erledigt sein werden.

Brückenteile am Ausleger

In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala
In drei Wochen wird der Behelfssteg an der Steinernen Brücke Geschichte sein. Dann ist der Blick auf des Wahrzeichen wieder unverstellt. Foto: Haala

Die drei restlichen Stücke werden von der Steinernen Brücke aus vom Sockel gehoben. Sie können nicht einfach auf abgelegt werden. Die Kräne müssen ein Stückchen nach Norden fahren, bis sie auf der Höhe der Jahninsel angekommen sind.

Wenn der Steg abtransportiert ist, werden die Bauarbeiter zwei Lücken im Geländer der Steinernen Brücke schließen. Denn bis heute ist die östliche Brüstung nicht komplett. An den Übergängen zum Behelfssteg fehlen noch zwei große Stücke. Weiterhin hat Bächer die Fundamente der Stützen im Blick. Sie müssen wieder aus dem Boden geholt werden. Auch an den Eisbrechern dauern die Restarbeiten der großen Brückensanierung noch an – womöglich noch bis ins Frühjahr.

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