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Sanierung

„Steinerne“: Stadt kündigt der Baufirma

Bei der Sanierung der Steinernen Brücke, kommt es zu weiteren Verzögerungen. Die Stadt Regensburg hat dem Restaurationsunternehmen gekündigt.

Für die Regensburger Bevölkerung ist der Stand der Sanierungsarbeiten an der Steinernen Brücke schon immer verborgen. Dafür sorgt die blickdichte Einhausung. Foto: altrofoto.de

Regensburg. Die Sanierung der Steinernen Brücke wird sich voraussichtlich noch weiter verzögern. Die Stadt Regensburg hat der Firma, die bisher für die Arbeiten im Bereich des ersten Bauabschnitts der Brückensanierung zuständig war, gekündigt. Dies berichtete der Bayerische Rundfunk am Dienstagabend. Die Firma hat die Baustelle demnach an diesem Tag geräumt – kurz vor Beendigung ihrer Arbeiten, wie es in der Meldung heißt.

Der Grund für die Kündigung sind nach Angaben der Pressestelle der Stadt Regensburg wiederholte Bauzeitüberschreitungen. „Man hat die Reißleine gezogen, um 2013 mit dem ersten Bauabschnitt fertig werden zu können“, erklärte die Sprecherin der Stadt, Juliane von Roenne-Styra, auf Anfrage des Senders.

Abnahme ist nötig

Für die Stadt bedeutet der Schritt eine Menge Arbeit. Zunächst muss nun eine Abrechnung und Abnahme der bereits durchgeführten Sanierungsarbeiten stattfinden. Dann erst kann der Auftrag für die Restarbeiten des ersten Bauabschnitts neu ausgeschrieben werden.

Witterungsbedingt mussten die Arbeiten Ende letzten Jahres eingestellt werden. Sie sollen wieder aufgenommen werden, wenn die Temperaturen milder sind. Nur dann kann der Mörtel aushärten. Mittlerweile gibt es von der Stadt keine offiziellen Angaben mehr, wann die komplette Sanierung abgeschlossen ist.

Der erste Bauabschnitt gilt nach Angaben von Experten als der schwierigste. Die betroffenen Bögen sind die ältesten und am schwersten beschädigten.

Der Terminplan ist wieder offen

Die Frage ist nun, in welchem Umfang die Kündigung den geplanten Start der weiteren Bauabschnitte verzögert. Nach bisherigen Planungen soll ab 18. Februar der Behelfssteg für Fahrradfahrer und Fußgänger, der um die Baustelle herumführt, gesperrt werden. Bis 8. März soll dieser Steg verlängert werden.

Am Ende dieser Umbauten soll er nach Angaben der Stadt Regensburg die Passanten drei Joche weiter südlich als jetzt, etwa über der Mitte der Jahninsel, wieder auf die Steinerne Brücke führen. Die Verlängerung ist notwendig, weil ab März der Steg vom Oberen Wöhrd auf die Steinerne Brücke abgerissen und saniert werden soll.

Derzeit gibt es keine Angaben mehr, wann die komplette Sanierung der Steinernen Brücke abgeschlossen sein wird. Das bestätigte die Planungsreferentin der Stadt, Christine Schimpfermann, bereits vergangene Woche.

Nach den ursprünglichen Planungen sollte die komplette Sanierung der ältesten Steinbrücke Deutschlands im Jahr 2014 abgeschlossen sein. Später hieß es, die Steinerne Brücke werde bis 2016 für gut 20 Millionen Euro saniert.

In Abschnitt II wird die Rampe zum Oberen Wöhrd erneuert. Der Auflieger wird abgetragen und neu gebaut - und zwar schmäler und deutlich filigraner. Rund 1,3 Millionen Euro kostet dieses Projekt. Für die Bauzeit müssen Passanten über einen zehn Meter hohen Treppenturm zur Steinernen.

Ein barrierefreies Behelfsbauwerk hätte etwa 400.000 Euro gekostet. Das wäre aus Sicht der Verwaltung für die verhältnismäßig kurze Nutzungsdauer nicht angemessen gewesen.

Die Trasse wird, so die Pläne der Stadt, ab März bis Ende 2013 nur noch über eine Behelfstreppe in dem Turm für Fußgänger passierbar sein. Die Altstadt ist dann für Mütter mit Kinderwägen, Radfahrer oder Behinderte nur über Umwege erreichbar.

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