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Astronomie

Sternwarte öffnet am Samstag Tor ins All

Am 30. März erklären die Regensburger Sterngucker ihren Gästen den Himmel. Am Abend ist eine Sternführung geplant.

Besucher auf der Plattform der Sternwarte beobachten die Sonne.Foto: Sternwarte Regensburg, F. Ginglseder
Besucher auf der Plattform der Sternwarte beobachten die Sonne.Foto: Sternwarte Regensburg, F. Ginglseder

Regensburg.„Möge die Nacht mit uns sein – Licht aus, Sterne an!“: So lautet das Motto des bundesweiten Tages der Astronomie, der am Samstag zum 17. Mal in Folge über die Bühne geht. Sternwarten und astronomische Vereinigungen in ganz Deutschland haben an diesem Tag geöffnet und beteiligen sich mit vielfältigen Aktionen, um den Menschen die Wunder des Weltalls näher zu bringen.

Auch die Sternwarte Regensburg am Ägidienplatz 2 in der Nähe des Bismarckplatzes präsentiert sich mit einem Tag der Offenen Tür und lädt Besucher ein, die unbegrenzten Weiten des Alls und die Schönheit der Himmelskörper kennenzulernen. Gelegenheit dazu gibt es zwischen 15 und 21 Uhr. Neben Führungen durch die Mitglieder der Sternwarte werden im Hörsaal Multimedia-Vorführungen, faszinierende Bilder von Himmelsobjekten und Vorträge über das Universum präsentiert. Speziell für Kinder ab sechs Jahren erklären Friedrich Ginglseder und „Johannes Kepler“ (extra aus dem aus dem 17. Jahrhundert angereist!) unser Planetensystem.

Am Nachmittag stellt Torsten Bendl mit eindrucksvollen Bildern die Sonne vor – den Stern, ohne den wir Menschen nicht existieren können. Etwas später berichtet Dr. Jürgen Kemmerer über todbringende Meteore und Kometen und anschließend entführt Dr. Oliver Kus die Besucher zu einer Reise ins Universum; dabei geht er auf die Natur der Schwarzen Löcher ein.

Experten geben Tipps

Bei schönem Wetter können tagsüber Gasausbrüche, sogenannte Protuberanzen, auf der Sonne und Sonnenflecken beobachtet werden. Ein solcher Fleck kann so groß sein wie die Erde! Hierfür stehen in der Sternwarte extra angefertigte Filter und Spezialgeräte bereit, die von den Mitgliedern betreut werden. Vielleicht ist der ein oder andere Glückliche dabei, der eine Eruption beobachten kann. Ständig stehen die Mitarbeiter der Sternwarte im persönlichen Gespräch für fachliche Fragen zur Verfügung und geben wertvolle Tipps zur erfolgreichen Beobachtung des Himmels.

Neben den Vorträgen gibt es zusätzlich Ausstellungsräume. In denen können sich Besucher über unser Sonnensystem anhand entsprechender Modelle informieren, genauso wie über Sterne und Galaxien und über Gesteine sowohl auf der Erde als aus dem All. Wer will, kann sogar echtes Meteoritengestein in die Hand nehmen!

Speziell für Kinder und Familien bietet die Sternwarte außerdem ein Astronomiequiz mit eines anschließenden Verlosung um 18 Uhr an.

Auch wird in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf die nächtliche Lichtverschmutzung und deren Einfluss auf den Nachthimmel gelegt. So können Gäste in der Sternwarte vor Ort die Wirkung von Straßenlaternen und nächtlicher Beleuchtung in der Stadt auf die Beobachtung von Sternen und diffuseren Objekten untersuchen. Die Mitglieder der Sternwarte geben zudem Tipps zu besonders dunklen Orten in der Umgebung von Regensburg, an denen etwa die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht zu beobachten ist. Insbesondere auch Schulen können sich übrigens am Tag der offenen Tür über das Bildungsangebot der Sternwarte informieren.

Explosionsreste sichtbar

Sollte der Himmel am Abend wolkenfrei sein, geht das Programm in die Verlängerung – ab 21 Uhr gibt es eine Sternführung mit Live-Beobachtung an computergesteuerten Fernrohren. Dafür steht die gesamte Bandbreite an Geräten zur Verfügung, vom einfachen Fernglas über Einsteigerfernrohre bis hin zu großen Spiegel- und Linsenteleskopen. Hier stellen die Mitglieder in der Sternwarte beispielsweise helle Planeten, wie den Mars, ein.

Zudem können die Besucher sowohl Gebiete beobachten, in denen neue Sterne entstehen, als auch Regionen, in denen nur mehr der Überrest längst explodierter Sterne von deren einstiger Existenz zeugt. Die Teleskope fangen sogar das Licht von fremden Galaxien ein, das viele Millionen Jahre gebraucht hat, um überhaupt zur Erde zu gelangen. Von Regensburg aus können wir also weit in die Vergangenheit schauen. Bei Bewölkung muss die Sternführung entfallen. Der Eintritt ist den ganzen Tag über frei.

Fast 100 Jahre alt

  • Älteste Volkssternwarte:

    Seit 1920 bietet die Sternwarte Regensburg öffentliche Vorträge und Führungen an. Sie ist somit die älteste Volkssternwarte Süddeutschlands. Im nächsten Jahr feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen.

  • Öffnungszeiten:

    Neben dem alljährlichen Tag der offenen Tür hat die Sternwarte darüber hinaus jeden Freitag bei freiem Eintritt für Gäste geöffnet.

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