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Fahndung

Überfall auf Lotto-Laden in Regensburg

Ein Pärchen zückte am Dienstag in einem Lottogeschäft im Regensburger Westen Schusswaffen. Die Täter sind auf der Flucht.
Von Simone Grebler und Gustav Wabra

Regensburg.Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei rasten am Dienstagnachmittag durch Regensburg gen Westen. Zum wiederholten Mal ist das Geschäft „Taba-Press“ im Einkaufszentrum West Ziel eines Raubüberfalls geworden. Die Täter stürmten nach Zeugenaussagen gegen 14.30 Uhr in das Geschäft, zückten zwei kleine, schwarze Schusswaffen und bedrohten die Kassiererin. Die Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos.

Diebe trugen dunkle Motorradhelme

Die Polizei befragte die Zeugen des Überfalls. Foto: Wabra
Die Polizei befragte die Zeugen des Überfalls. Foto: Wabra

Mit der Waffe erpressten die Täter eine dreistellige Summe Bargeld und mehrere Stangen Zigaretten. Mit ihrer Beute flüchteten der Mann und die Frau auf einem Roller in Richtung Clermont-Ferrand-Allee. „Ob die vorgehaltenen Schusswaffen echt waren oder ob es sich um Spielzeugpistolen handelte, ist noch unklar“, sagte Polizeisprecher Dietmar Winterberg vor Ort im Gespräch mit der Mittelbayerischen. „Der Mitarbeiterin geht es den Umständen entsprechend gut“, sagt Herbert Frank, Prokurist bei Taba-Press.

Die Täter waren angezogen „wie im Winter“

Die Beamten sicherten Spuren an der Eingangstür. Foto: Wabra
Die Beamten sicherten Spuren an der Eingangstür. Foto: Wabra

Eine Anwohnerin schilderte die dramatischen Augenblicke: Der Mann und die Frau betraten das Geschäft mit Motorradhelmen auf dem Kopf. Dann habe die Frau im Laden angefangen zu schreien. Es herrschte große Aufregung, als die beiden Verdächtigen dann mit dem Roller flüchteten. Mehrere Zeugen riefen umgehend die Polizei, sodass zeitweise sogar die Telefonleitung besetzt war. Eine Anwohnerin, die im Café vor dem Laden saß, sagte: „Die waren angezogen wie im Winter.“ Die Zeugen waren verängstigt und wurden von der Polizei zum Vorfall befragt. Die Polizei veröffentlichte wenige Stunden nach dem Vorfall die Täterbeschreibung: Der männliche Verdächtige ist circa 1,80 bis 1,90 Meter groß. Er trug eine dunkelblaue Jacke, war generell dunkel gekleidet, hatte einen schwarzen Helm auf und eine Tragetasche bei sich. Die weibliche Verdächtige ist etwa 1,50 Meter groß.

Vor dem Lotto-Laden herrschte am Dienstag helle Aufregung. Foto: Wabra
Vor dem Lotto-Laden herrschte am Dienstag helle Aufregung. Foto: Wabra

Die Frau trug eine lilafarbene Fleecejacke und eine blaue Hose, hatte ebenfalls einen schwarzen Helm auf und eine Tragetasche bei sich. Beide Verdächtigen trugen Sturmhauben und sprachen hiesigen Dialekt.

Im Dezember 2016 war der Laden schon einmal überfallen worden. Auch damals handelte es sich um ein Pärchen mit einer Schusswaffe. Auch damals flüchteten die Verdächtigen mutmaßlich mit einem Roller. Die Verdächtigen wurden damals laut Angaben der Polizei nicht gefasst. Nach Polizeisprecher Winterberg ist die Tatähnlichkeit auffällig. „Ob die Fälle zusammenhängen, prüfen wir derzeit.“

Bereits vor zweieinhalb Jahren wurde exakt diese Lotto-Filiale im Regensburger Westen schon einmal überfallen:

Kriminalität

Vor dem Überfall nervös „getänzelt“

Sechs Raubdelikte in Regensburg – die Polizei spricht dennoch nicht von einer Serie. Fahndungserfolge gibt es bislang nicht.

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