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Auszeichnung

Unermüdlich im Einsatz für andere

Regierungspräsident Bartelt ehrte in Regensburg Lebensretter und pflegende Angehörige. Ein Helfer riskierte sogar sein Leben.
Von Katrin Hirmer

Regierungspräsident Axel Bartelt (links) mit den Geehrten Florian Singer (4. v. l.), Philipp Köber (5. v. l.), Simon Bauer (6. v. l.)  Ludwig Fieger (4. v. r.) und Annemarie Ederer (3. v.r.) Foto: Monika Weigert
Regierungspräsident Axel Bartelt (links) mit den Geehrten Florian Singer (4. v. l.), Philipp Köber (5. v. l.), Simon Bauer (6. v. l.) Ludwig Fieger (4. v. r.) und Annemarie Ederer (3. v.r.) Foto: Monika Weigert

Regensburg.Die Regierung der Oberpfalz zeichnete 21 Menschen für besondere Leistungen aus. Sie hatten entweder Mitmenschen aus der Not gerettet oder widmen sich seit Jahrzehnten der Pflege geliebter Menschen. „Sie haben nicht weggesehen, Sie haben geholfen und sich eventuell selbst in Gefahr gebracht. Deswegen müssen wir Ihnen unseren Dank und unsere Hochachtung aussprechen“, sagte Regierungspräsident Axel Bartelt.

Unter den Geehrten war auch der Lappersdorfer Ludwig Fieger. Er rettete eine Nachbarin, als diese während sie Speisen im Backofen erwärmte aus gesundheitlichen Gründen zusammenbrach. Qualm entstand und trat durch das Fenster aus. Da sich die Türe nicht öffnen ließ, stieg Fieger schließlich mit einer Leiter zum Fenster hinauf und half der Frau aus der Wohnung. „Sie haben bei Ihrem selbstlosen Handeln Ihr eigenes Leben und Ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt, um einer Frau zu helfen“, sagt Bartelt bei der Laudatio. Für diese Rettungsaktion überreicht ihm der Regierungspräsident im Namen des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder eine öffentliche Belobigung und die Christophorus-Medaille.

Jugendliche bewahrten Frau vor dem Ertrinken

„Besonders lobenswert finde ich, dass sich auch einige junge Menschen unter den Lebensrettern hier befinden“, sagt Bartelt. Das zeige, dass die Jugend verantwortungsbewusst ist und im Notfall zu helfen weiß. Drei dieser jungen Retter sind Simon Bauer, Philipp Köber und Florian Singer. Die drei Mitglieder der Wasserwacht Regenstauf waren sechzehn Jahre alt, als sie eine Frau vor dem Ertrinken bewahrten.

Spendenaktion

Trösteteddys helfen Kindern in Notfällen

Die Brauerei Kneitinger überreichte den Johannitern 60 Exemplare. Die Stofftiere unterstützen Kinder in Notfällen.

Der Regierungspräsident erzählt in seiner Laudatio den Vorfall nach: „Am 6. August 2018, einem strahlend schönen Ferientag befanden Sie sich im Valentinsbad. Sie, Herr Köber, hörten einen Hilfeschrei aus dem Wasser.“ Daraufhin hatten die drei jungen Männer das Ufer der Regen abgelaufen und eine Frau entdeckt, die große Probleme hatte sich über Wasser zu halten und kurz darauf unterging. Während Singer den Notruf rief, schwammen Köber und Bauer zu der Stelle, an der die Frau unter die Wasseroberfläche gesunken war. „Der Regen ist an dieser Stelle vier Meter tief, die Sicht beträgt etwa 20 Zentimeter“, sagt Bartelt.

Soziales

Hohe Auszeichnung für Lebensretter

Regierungspräsident Bartelt würdigte das Eingreifen der „stillen Helden“. Vier Geehrte kommen aus dem Landkreis Schwandorf.

„Nach ein paar Sekunden konnten Sie die bewusstlose Frau greifen und zogen sie mit vereinten Kräften an das rettende Ufer.“ Dort beatmeten die drei Jugendlichen die Frau und nachdem die Atmung wieder eingesetzt hatte, betreuten sie die Gerettete bis der Notarzt eintraf. Bartelt schloss seine Laudatio mit den Worten ab: „Ihrem gemeinsamen schnellen und besonnenem Eingreifen ist es zu verdanken, dass die Frau gerettet werden konnte. Dafür danke ich Ihnen herzlich und spreche öffentliche Anerkennung aus.“ Darüber hinaus erhielten sie die Patrona Bavariae-Medaille.

Frau pflegt Ehemann seit 22 Jahren

Eine Pflegemedaille und Dankurkunde gab es schließlich noch für drei Frauen, die seit mehreren Jahrzehnten geliebte Menschen pflegen. Eine von ihnen ist Annemarie Ederer aus Pfatter. Seit einem Unfall im Dezember 1998 ist ihr Mann auf ihre Hilfe angewiesen. „Die Pflege eines Angehörigen ist körperlich, emotional und auch psychisch oft sehr belastend. Immer wieder gibt es neue Herausforderungen und schwierige Situationen zu bewältigen“, sagt Bartelt. Meist bleibe den Pflegenden dabei wenig Zeit auf sich selbst zu achten und eigen Wünsche müssten zurückstehen. „Für mich ist dieser Einsatz genauso viel wert, wie der der Lebensretter“, ergänzt er. Deswegen wurden dieses Jahr zum ersten Mal auch langjährig Pflegende geehrt.

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