mz_logo

Regensburg
Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Hochschule

Uni: Protest gegen Kürzungen geht weiter

Die Öffnungszeiten der Lesesäle an der Uni Regensburg sollen deutlich gekürzt werden. Der Protest der Studierenden hält an.

Mit einem Banner an der Uni-Bibliothek protestieren die Studierenden gegen die Kürzung der Öffnungszeiten. Foto: Bunte Liste
Mit einem Banner an der Uni-Bibliothek protestieren die Studierenden gegen die Kürzung der Öffnungszeiten. Foto: Bunte Liste

Regensburg.Nachdem bekannt wurde, dass die Öffnungszeiten der Lesesäle an der Uni Regensburg zum 1. Juni deutlich gekürzt werden sollen, hat sich dagegen studentischer Protest geregt. Die parteiunabhängige Hochschulgruppe Bunte Liste startete eine Petition, die nach ihren Angaben innerhalb von zwei Wochen über 2000 Studierende unterschrieben. Am Montag wurde zudem noch an der Außenfassade der Zentralbibliothek ein Banner aufgehängt, das sich ebenfalls gegen die geplanten Kürzungen wendet. Diese sollen laut einer Mitteilung der Bunten Liste erfolgen, da der Bibliothek zwei Stellen im Aufsichtspersonal weggefallen sind, die von Seiten der Unileitung nicht kompensiert wurden.

„Die große Resonanz in den letzten zwei Wochen verdeutlicht, dass wir nicht bereit sind diese Verschlechterung unserer Lernsituation hinzunehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bunten Liste. Die Unileitung habe den Bogen überspannt, wird so Regine Hofmann, Mitglied der Bunten Liste, dort zitiert.

Insgesamt sollen die Öffnungszeiten um 45 Wochenstunden gekürzt werden, vor allem zu Abendzeiten und am Wochenende. Die Studierenden sehen hier ein großes Problem beim Zugang zu wichtigen Fachbüchern, die nur im Lesesaal stehen, und befürchten, dass gerade in der Prüfungszeit Arbeitsplätze knapp werden.

Studierende bleiben kämpferisch

Außerdem stößt auf Unverständnis, warum von Seiten der Unileitung die weggefallenen Stellen im Aufsichtspersonal nicht kompensiert wurden. „Es ist nicht akzeptabel, dass die allgemeine Unterfinanzierung der Uni an uns Studierende weitergegeben wird und sich unsere Studienbedingungen dadurch dermaßen verschlechtern“, sagt Vera Forstmeier, Mitglied der Bunten Liste.

Das Ziel des Protests ist laut Mitteilung der Bunten Liste die Rücknahme der Öffnungszeitenkürzung noch vor deren Inkrafttreten. Sollte das nicht geschafft werden, geben sich die Studierenden aber kämpferisch, ihren Protest aufrecht zu halten. „Wir werden am 1. Juni mit unserem Protest weiter machen und auch weiter Unterschriften sammeln, damit wir möglichst schnell zu den alten Öffnungszeiten der Bibliothek zurückkehren. Die Unileitung kann nicht einfach, ohne mit uns zu reden, solche Kürzungen durchdrücken“, so Matthias Ernst, Mitglied der Bunten Liste und studentischer Senator.

Hier geht es zur Petition.

Mehr Hochschulthemen finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht