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Medizin

Uniklinik Regensburg erhält Stroke Unit

Die Notfallversorgung von Schlaganfallpatienten wird weiter verbessert. Uniklinik bestätigt Kooperation mit Bezirksklinikum.

Am Universitätsklinikum Regensburg werden derzeit die Voraussetzungen für den Aufbau einer Stroke Unit für Schlaganfallpatienten geschaffen.Foto: Armin Weigel/dpa
Am Universitätsklinikum Regensburg werden derzeit die Voraussetzungen für den Aufbau einer Stroke Unit für Schlaganfallpatienten geschaffen.Foto: Armin Weigel/dpa

Regensburg.Nach dem Bezirksklinikum Regensburg (medbo) und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder erhält nun auch das Universitätsklinikum eine sogenannte Stroke Unit für Schlaganfallpatienten. Das Uniklinikum bestätigte auf Anfrage, dass entsprechende Planungen laufen. Die Stellen werden derzeit ausgeschrieben.

Derzeit 15 Monitoringbetten in Regensburg

Die neue Einheit werde in Kooperation mit der medbo entstehen und soll dafür sorgen, dass das ganze Spektrum der Schlaganfalltherapie von der frühen hochakuten Phase bis zur Rehabilitation noch besser abgebildet werden könnte, so eine Sprecherin. In Regensburg gibt es derzeit 15 Intensivbetten in Stroke Units. Wie viele zusätzliche Betten am Uniklinikum entstehen werden, ist noch nicht bekannt.

Medizin

Schlaganfall: Hilfe aus der Luft

Weil Zeit Leben retten kann, werden Kliniken in Burglengenfeld, Kelheim und demnächst Cham von fliegenden Ärzten angesteuert.

Stroke Units verfügen über ein spezialisiertes Ärzte-Team. Außerdem ist es auf diesen Akutstationen möglich, Medikamente zu verabreichen, die ein Blutgerinnsel im Gehirn lösen können. Auf immer mehr Schlaganfall-Stationen gibt es zudem das Angebot einer Thrombektomie, also einer mechanischen Entfernung des Gerinnsels. Größere Kliniken verfügen zudem über eine Neurochirurgie, in der Notoperationen – etwa bei schweren Hirnblutungen – durchgeführt werden können.

In der Oberpfalz gibt es neben den künftig drei Standorten in Regensburg auch Stroke Units in Weiden, Amberg und Neumarkt. An den Krankenhäusern in Cham, Burglengenfeld und Kelheim läuft derzeit ein Pilotprojekt der Flying Interventionalist. Sie werden im Bedarfsfall aus München eingeflogen, um Thrombektomien vorzunehmen. Da bei einem Schlaganfall jede Minute zählt, ist das Einfliegen eines Spezialisten schneller zu bewerkstelligen, als das Verlegen des Patienten in eine überregionale Stroke Unit.

Pilotprojekt

Schlaganfall: Jede Sekunde zählt

Lebensrettender Zeitgewinn durch „fliegende Ärzte“: „Flying Intervention Team“ hatte ersten Einsatz am Sana Krankenhaus Cham.

Etwa 270 000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Die Sterberate ist hoch, etwa ein Fünftel überleben die ersten vier Wochen nicht.

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