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Unnötige Parteitaktik

Ein Kommentar von Julia Ried

Offiziell bekennt sich die CSU in Sachen Kinderbetreuung zur „Wahlfreiheit“, wohl um junge Frauen als potenzielle Wählerinnen nicht zu verprellen. Der Facebook-Post von Astrid Freudenstein legt nahe, dass das ein Lippenbekenntnis ist. In Corona-Zeiten haben noch mehr Mütter und Väter keine Wahl. Sei es, weil sie auf Gehalt nicht verzichten können. Sei es, weil ihr Arbeitgeber sie nicht freistellt. Die einen reagieren darauf, indem sie ihr Kind in die Notbetreuung schicken – wenn sie dürfen. Die anderen betreuen es zuhause, oft mit schlechtem Gewissen und übermüdet, weil sie ihr Kind zu oft vor dem Fernseher parken, wenn sie vor dem Laptop sitzen, oder vor allem arbeiten, wenn es schläft. Eltern, die sich davon belastet fühlen, jetzt einen Rabeneltern-Vorwurf alter Schule zu machen, mag bei Stammwählern gut ankommen. Es ist aber fehl am Platz.

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