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Literatur

Untote an der Donau

Der Regensburger Fabian Lutz schreibt an einer Horror-Trilogie. Die Helden sind Lokaljournalisten von der „Woche“. Sieben Episoden sind schon fertig.
Von Stephan Grotz, MZ

Fabian Lutz lässt in Regensburg die Zombies los.
Fabian Lutz lässt in Regensburg die Zombies los.Foto: Rabea Edel

Regensburg.Es sieht gar nicht gut aus für die Domstadt. In Scharen breiten sich Zombies in der Oberpfälzer Metropole aus. Und das liegt nicht an Halloween, sondern an einem hochgradig ansteckenden Virus. Wer sich infiziert, wird zum Untoten. Was wir bisher nur aus Hollywood-Gruselschockern kennen, findet plötzlich in nächster Nähe statt: Arbeitskollegen, Verwandte und Bekannte stecken sich an – und verschwinden.

Die Regensburger Bevölkerung ist zunächst ahnungslos und genießt einen letzten heißen Sommer. Nur die beiden Freunde Felix und Martin, Journalisten bei der Lokalzeitung „Die Woche“, ahnen etwas und begeben sich auf die Suche nach den Ursachen der Seuche. Aufhalten können die beiden Männer die „Bavarian Disease“ aber nicht: Regensburg wird zum Herd einer Epidemie, die sich weltweit ausbreitet und entsetzliche Folgen hat.

Grusel in drei Teilen

Ausgedacht hat sich die Story Fabian Lutz, bekennender Fan des Zombie-Genres. Lutz, der schon viele Texte im Internet publiziert hat, ist in Regensburg aufgewachsen und wollte einmal einen Horror-Plot an Schauplätze verlegen, die er gut kennt. Der Titel seines Projekts: „Zombifiziert“.

Seine Regensburger Grusel-Geschichte hat der Autor als Trilogie angelegt. Jeder der drei Bände soll jeweils aus fünf Episoden bestehen. Sieben sind bereits als E-Book-Serial erschienen. Jetzt hat der Hamburger Carlsen Verlag die ersten fünf Episoden auch als Taschenbuch-Reihe herausgebracht. „Im Moment ist es zwar noch ungewöhnlich, dass ein E-Book später auch gedruckt wird“, erklärt Fabian Lutz gegenüber der MZ. Er ist aber überzeugt: „In Zukunft wird das verstärkt so sein.“

Die Helden sind immun

Lutz lässt seinen Roman auf zwei Zeitebenen spielen – vor und nach dem Ausbruch der Epidemie. „Durch den Kontrast von Vorher und Nachher wirkt die Seuche noch unheimlicher: Der Leser soll einen Eindruck davon bekommen, was alles kaputt gegangen ist“, so Lutz. Im ersten Buch lösen die beiden Journalisten die Frage, wie es überhaupt zu der Infektion kommen konnte. Das zweite Buch mit seinen bislang zwei Episoden nimmt einen Sichtwechsel vor. Nicht mehr die beiden Helden stehen im Vordergrund, sondern andere Personen, die der Leser schon aus dem ersten Teil kennt. Dann wird auch das Geheimnis gelüftet, warum die Protagonisten Felix und Martin die Seuche unbeschadet überstanden haben.

Fabian Lutz, Zombifiziert, als E-Books erschienen bei Carlsen Instant (je 1,99 Euro); Gedruckt gibt es die Bücher bei Amazon über die CreateSpace Independent Publishing Platform (je 4,99 Euro)

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