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Demonstration

#URbrennt: 48 Stunden für das Klima

Etwa 30 Studierende aus Regensburg streiken für das Klima. Sie fordern Kommilitonen auf, gegen den Klimawandel vorzugehen.
Von Isabelle Lemberger

Studenten protestieren 48 Stunden lang an der Uni für mehr Klimaschutz. Foto: Isabelle Lemberger
Studenten protestieren 48 Stunden lang an der Uni für mehr Klimaschutz. Foto: Isabelle Lemberger

Regensburg.Seit Mittwoch besetzen Regensburger Studenten für 48 Stunden den Hörsaal H2 der Uni Regensburg. Ihr Ziel: Neue Klimaaktivisten generieren und Herausforderungen im Klimawandel angehen.

Anlass für die Aktion war der Vortrag „Herausforderung Klimawandel: Brauchen wir eine neue Erzählung der Moderne?“ von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber im Audimax. Dieser fand im Rahmen des Dies academicus statt. Joshua Woldrich, einer der Mitorganisatoren der Protestaktion, sieht in Schellnhuber „einen der wichtigsten deutschen Klimaforscher“. Deswegen war es den Studenten besonders wichtig, den Vortrag zu unterstützen.

Klimaaktivisten übernachten im H2

Viele übernachten im Hörsaal. Sogar eine Hängematte dient als Schlafplatz. Foto: Isabelle Lemberger
Viele übernachten im Hörsaal. Sogar eine Hängematte dient als Schlafplatz. Foto: Isabelle Lemberger

Und warum ausgerechnet im Hörsaal? „Wir wollten eine Aktion starten, die mit der Uni in Verbindung gebracht wird. Eben weil wir uns als Studenten an andere Studenten wenden wollen“, sagt Woldrich. Einige sind bereits seit 24 Stunden an der Uni. Mindestens 30 von ihnen haben im H2 übernachtet. Und wie Mitstreiter berichten, hat sogar der Sicherheitsdienst der Uni in der Nacht vorbeigeschaut.

Am Tag wechselt die Besetzung. Einige gehen nach Hause um zu essen, sich umzuziehen oder zu duschen. Doch „der Kern ist immer da“, um Fragen zu beantworten. Es fällt jedoch auf, dass die meisten Studenten zwar neugierige Blicke in den Hörsaal werfen - dann aber weitergehen. Darauf angesprochen, machen die meisten deutlich, für die Protestaktion kein Interesse zu haben.

Hier sehen Sie eine Bildergalerie zur Aktion:

Jetzt kann man etwas gegen den Klimawandel tun

Das ist keine Seltenheit. „Meiner Meinung nach leugnen Studenten den Klimawandel nicht, sie sind nur apolitisch. Und setzen sich nicht ein“, sagt Woldrich. Im Hörsaal kommen nur wenige Studierende der Universität und der OTH zusammen. Doch an beiden Hochschulen studieren insgesamt über 30 000 Leute - ein Bruchteil von ihnen engagiert sich bei der Aktion.

Studenten fordern mehr Klimaschutz

Hinter den Türen des H2 findet die Protestaktion statt. Foto: Isabelle Lemberger
Hinter den Türen des H2 findet die Protestaktion statt. Foto: Isabelle Lemberger

Die Organisatoren haben auch mit dem Präsidenten Udo Hebel gesprochen, um die Besetzung abzuklären. „Er hat sehr positiv reagiert“, sagt Woldrich. Die Vorlesungen konnten einfach in andere Räume verlegt werden. Die Organisatoren wünschen sich genau diesen Einsatz auch von anderen: „Einfach endlich etwas machen, Hörsäle besetzen oder auf die Straße gehen.“

Die Aktion geht noch bis Freitag um 14 Uhr. Dann schließen sich die Studenten der Fridays-For-Future-Demo am Hauptbahnhof an.

Unter dem #URbrennt finden sich aktuelle Posts der Aktion auf den sozialen Netzwerken.

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