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Polizei

Verdächtiger starb in der Haftzelle

Der 53-Jährige, der verdächtigt wird, seine 86-jährige Mutter in Judenberg getötet zu haben, hat am Mittwoch in seiner Haftzelle Suizid begangen.

Das Opfer der Familientragödie von Judenberg wurde erwürgt. Jetzt hat sich auch der Tatverdächtige getötet Foto: kamera 24

Duggendorf/Regensburg.Der 53-jährige Mann, der dringend verdächtigt wurde, am Sonntag im Duggendorfer Ortsteil Judenberg seine 86-jährige Mutter umgebracht zu haben, ist tot. Er wurde am Mittwochmorgen gegen sechs Uhr durch Justizvollzugsbedienstete erhängt in seinem Haftraum aufgefunden. Diesen teilte er sich in der Justizvollzugsanstalt Regensburg mit einem weiteren Häftling.

Unverzüglich durchgeführte intensive Reanimationsmaßnahmen durch den sofort herbeigerufenen Notarzt blieben erfolglos. Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass ein Selbstmord vorliegt und sich der 53-Jährige erhängt hat. Dies habe eine am Mittwochnachmittag durchgeführte Obduktion am Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen ergeben. Das Obduktionsergebnis ergab keine Hinweise auf eine Fremdbeteiligung.

Das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Regensburg hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungen übernommen. Es prüft nun, wie es dazu kommen konnte, dass sich der dringend des Totschlags an seiner 86-jährigen Mutter verdächtige Mann in der Haft erhängte.

Wie berichtet, war es am Sonntagabend in dem Duggendorfer Gemeindeteil Judenberg zu dem Tötungsdelikt gekommen. Nach einem Notruf, dass in einem Anwesen am Waldblick eine Frau getötet worden sei, hatte die Polizei im Hofraum des Anwesens zwei Männer festgenommen, die dabei leicht verletzt wurden. In ihrer Nähe wurde ein Messer sichergestellt. Nach diesem Tötungsdelikt war am Montagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg ein Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags gegen einen der beiden, den 53-jährigen Sohn, ergangen. Tags darauf wurde als Ergebnis der Obduktion bekannt, dass die 86-Jährige erwürgt wurde. Wie die Behörden zudem mitteilten, habe der Sohn die Tat gegenüber der Polizei bereits gestanden. Trotzdem dauerten die Ermittlungen der Kriminalpolizei weiterhin an.

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