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Videoreise durch Regensburgs Kulturszene

Die Eventbranche lebt trotz Viruskrise. Das zeigte ein Live-Stream, in dem Akteure aus Kultur und Tourismus zu Wort kamen.

In dem Beitrag zu sehen war unter anderem das neue Hotel am Regensburger Stobäusplatz. Foto: Daniel Steffen
In dem Beitrag zu sehen war unter anderem das neue Hotel am Regensburger Stobäusplatz. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Trotz Shutdown geht das Leben in Regensburg weiter – auch für die von Corona gebeutelte MICE-Szene (Meetings, Incentives, Conventions and Events). Das haben im Rahmen eines Live-Videos, organisiert von Regensburg Tourismus, Vertreter der Veranstaltungsszene der Domstadt bewiesen.

Mit dem selbstproduzierten Beitrag wollte die Regensburg Tourismus GmbH (RTG) auf die Veranstaltungsbranche aufmerksam machen und engagierte Menschen und Unternehmen der Welterbestadt vorstellen, die sich für den Fortbestand des vielfältigen und lebendigen Veranstaltungslebens in der Stadt stark machen. „Wir wollen zeigen, dass in Regensburg trotz Corona-bedingter Einschränkungen großartige Veranstaltungen realisiert werden können – auch mit weniger Teilnehmern, mit mehr Sicherheitsabstand und zeitweise ohne internationale Gäste“, skizziert Sabine Thiele, Geschäftsführerin der RTG, die Idee des Beitrags. Das Video ist Teil des Tourismuskonzepts für Regensburg, das die RTG federführend betreut und soll die Bereiche MICE und Digitalisierung vorantreiben.

Einblicke hinter die Kulissen

In dem Infotainment-Event kamen unterschiedliche Persönlichkeiten der Regensburger MICE- und Kultur-Szene zu Wort. Moderator Matthias Walk schaltete dabei zu mehreren Regensburger Veranstaltungsorten und Tourismusbetrieben.

Daniela Wiese, die bei der RTG für den Bereich Veranstaltungen und Events verantwortlich ist, lieferte Zahlen und Fakten, die darauf hinwiesen, dass kleinere Veranstaltungen schneller wieder stattfinden könnten. Dabei wäre man besonders davon abhängig, wie schnell die Lockerung von Reisebeschränkungen beschlossen würde. Vor allem internationale Gäste, Veranstalter oder Teilnehmer seien darum vorerst nicht zu erwarten. Doch Regensburg habe schon vor Corona ein breites Spektrum an Online-Events angeboten. Das würde nun ausgeweitet.

Die Krise macht kreativ

Den Anfang machte der Kulturreferent der Domstadt, Wolfgang Dersch, der die Zuschauer aus einem leeren Saal des Thon-Dittmer-Palais mit seiner Posaune und dem Stück „On the sunny side of the street“ begrüßte. Motivierend ging es weiter mit Lara Hellmig von Donauevents, die über das weite Spektrum der virtuellen Veranstaltungsmöglichkeiten aufklärte und kreative Denkanstöße gab: So seien nicht nur Online-Tagungen möglich, auch die interaktive Einbindung von Zuschauern in Live-Streams könne noch viel facettenreicher werden.

Ein Beispiel dafür lieferte das Regensburger Delikatssunternehmen Rehorik gleich mit. Eventmanagerin Eva Weber und Geschäftsführer Heiko Rehorik erklärten, dass sie auch während der Corona-Krise weiterhin verschiedene Verkostungen anböten – virtuell. So würden Kunden diese einfach online buchen, anschließend bekämen sie per Kurier ein Paket mit dem nötigen Zubehör geliefert. Am vereinbarten Termin könne man sich dann online in die Verkostung einwählen und vom Sofa aus mitmachen. Auch Winzer würden teilweise von ihrem Weingut zugeschaltet. Die Veranstaltungen im Netz kämen sehr gut an und würden auch von großen Gruppen gebucht, erklärte Rehorik.

Regensburger Hotels leiden

Schlimmer hat es die Regensburger Hotels getroffen. Sie müssen sich momentan mit den Einnahmen von Geschäftsreisenden über Wasser halten. „Und die Zahl dieser Übernachtungsgäste liegt pro Tag im einstelligen Bereich“, erklärte Katja Dietz. Sie ist Generaldirektorin des im Januar eröffneten Ibis-Hotels ins Regensburg. Auch für das Novotel, das eigentlich ab März erste Gäste empfangen sollte, ist sie verantwortlich. Wie ihr ergeht es vielen anderen Regensburger Hotelbetreibern: Die wenigen Gäste müssten im Zimmer essen und jeden Kontakt untereinander vermeiden. Wann für sie und ihre neuen Teams endlich wieder der Alltag einkehrt, ist vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie abhängig.

Schließung

Hoteliers und ihre Mitarbeiter in Not

Kommt es zu Pleiten? Brancheninsider befürchten es. 1800 Regensburger Beschäftigte müssen von deutlich weniger Geld leben.

Danach richtet sich auch, wann wieder Gäste ins Kreativzentrum Degginger dürfen. Bis dahin will Pächter Werner Zapf aber auch online ein breites Kulturangebot bieten –- es soll ab dem 12. Mai einen regelmäßigen „Netzwerkdienstag“ als Livestream mit buntem Programm geben. Auch das sonst so quirlige Eventleben im Leeren Beutel leidet unter der Viruskrise. Inhaber Winnie Freisleben hofft darauf, ab Herbst wieder Kulturbegeisterte in seinen Sälen zu sehen.

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